Ich habe unseren Esstisch mit einer Massivholzplatte neu aufgebaut.
Die Massivholzplatte aus Hard Maple (Zucker-Ahorn) stammt aus dem Online-Shop Marutoku (ca. 26.000 Yen / ~160 Euro). Die Metallbeine kamen von Amazon (8.000 Yen / ~50 Euro). Im Grunde ist es ein reiner „Anschraub“-Bau, das DIY selbst ist also simpel. Ich habe allerdings Gewindeeinsätze verwendet, damit sich die Beine bei Bedarf abnehmen lassen (dazu unten mehr).
Das Ergebnis: warme Optik, wunderbare Haptik. Ich bin sehr zufrieden.
Massivholz reizt viele in der Theorie, schreckt aber wegen des vermeintlichen Pflegeaufwands ab (mich auch). Hier meine Beobachtungen aus dem echten Alltag:
<Vorteile>
Wärmere Optik, deutlich angenehmer anzufassen.
<Einschränkungen>
・Bei Wachs-Finish hinterlässt direkt abgestelltes Geschirr Wasserränder — Tischsets und Untersetzer sind Pflicht
・Das Wachs muss gelegentlich erneuert werden (1–2 Mal pro Jahr)
Wer die Haptik von Naturholz liebt und etwas Pflege nicht scheut: klare Empfehlung.
Der Massivholz-Esstisch
Der ursprüngliche Tisch
Hier der ursprüngliche Esstisch. Die Werksplatte war weiß, ich hatte sie aber schon früher einmal ersetzt. Die Originalplatte war von unten verschraubt — also einfach abschrauben und eine gleich große Platte einsetzen.

Jene Ersatzplatte war eine Leimholzplatte aus japanischer Zypresse, geölt mit Watco Oil Dark Walnut und mit Watco Wax überzogen.
Für Besuch war die Fläche etwas knapp, also entschieden wir uns für ein größeres Upgrade.
Das Upgrade auf Massivholz
Unten die fertige Version.
Wer die Haptik von Naturholz mag — das ist das Upgrade.

Material
Tischplatte
Material: Hard Maple, massiv.
Maße: 700 mm × 1.200 mm × 25 mm stark.
Online gekauft beim Marutoku Shop (ca. 26.000 Yen / ~160 Euro).

Beine
Die Metallbeine stammen von Amazon (ca. 8.000 Yen das Paar / ~50 Euro).
Man kann Beine auch aus Holz selbst bauen — aber gleiche Höhen hinzubekommen, ohne dass etwas wackelt, ist mehr Arbeit, als es klingt.

Platte und Beine verbinden
Man kann die Beine einfach direkt in die Platte schrauben. Ich bin einen Schritt weiter gegangen und habe „Onime“-Gewindeeinsätze verwendet, damit die Beine abnehmbar sind.
↓ Gewindeeinsätze: M4, 10 mm lang

In die Platte vorbohren und den Gewindeeinsatz eindrehen — fertig ist die dauerhafte Gewindebuchse.

Jetzt sind die Beine abnehmbar.
Die Beine in die Gewindeeinsätze schrauben.

Finish & Praxiserfahrungen
Finish
Um die Naturholz-Haptik zu erhalten, habe ich Bienenwachs als Finish gewählt.

Praxiserfahrungen
Mit Bienenwachs — gewählt wegen der natürlichen Haptik — sind Tischsets und Untersetzer am Esstisch Pflicht.
Manche behaupten, „Bienenwachs weist Wasser ab, Untersetzer sind unnötig“ — meiner Erfahrung nach hinterlässt eine direkt abgestellte Tasse sofort einen Wasserrand. In der Praxis sind Untersetzer also nicht verhandelbar.
Wer damit nicht leben kann, opfert mit einem Polyurethan-Klarlack etwas Natürlichkeit — dafür ist die Platte gegen Verschüttetes nahezu unverwundbar.
↓ Wasserrand auf der gewachsten Massivholzplatte, nachdem eine Kaffeetasse direkt darauf stand:

Dasselbe Upgrade für meinen Schreibtisch
Die Massivholz-Haptik gefiel mir so gut, dass mein Schreibtisch dasselbe Upgrade bekam.
Hier ist es Nussbaum, mit denselben Metallbeinen wie beim Esstisch.


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