Du möchtest mit DIY anfangen — oder hast schon angefangen, aber das Sägen von Holz mit der Handsäge laugt dich aus? Du bist nicht allein.
Als ich anfing, habe ich jeden Schnitt von Hand gesägt, und es war wirklich eine Qual.
Kommt dir das bekannt vor? Dann empfehle ich ein unkompliziertes Einsteiger-Elektrowerkzeug: die Stichsäge.
Verglichen mit der Handsäge macht die Stichsäge das Sägen dramatisch leichter.
Dieser Artikel erklärt, was eine Stichsäge ist und wie man sie benutzt.
Die zwei wichtigsten Elektrowerkzeuge zum Holzsägen sind die Handkreissäge und die Stichsäge. Auf dieser Seite lautet meine Empfehlung für Einsteiger: Fang mit der Stichsäge an.
Es gibt auch einen eigenen Vergleichsartikel der beiden (japanische Version vorhanden; deutsche folgt).
Was ist eine Stichsäge?
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte — hier ein kurzes Video einer Stichsäge beim Holzschnitt:
Sie sägt, indem sich das Sägeblatt schnell auf und ab durch das Material bewegt.
Kurz gesagt: Die Stichsäge ist eine elektrische Säge.
(Es gibt noch eine andere „elektrische Säge“, die Säbelsäge — die ist aber vor allem für Dinge wie Astschnitt gedacht. Für DIY-Präzision ist die Stichsäge das nützlichere Werkzeug.)
Nebenbei: Ursprünglich bezeichnete „Jigsaw“ eine handbetriebene Laubsäge. Das „Jigsaw Puzzle“ heißt so, weil die ersten Puzzles mit einer solchen Säge geschnitten wurden.
Was die Stichsäge besonders macht
Eine Stichsäge sägt sowohl gerade Linien als auch Kurven.
Denkmodell: Sie ist im Grunde die Elektro-Version der Handsäge.
Mit gewechseltem Sägeblatt schneidet sie neben Holz auch Metall.
Mit einem vorgebohrten Loch sind „Innenausschnitte“ möglich — also ein Loch mitten aus einem Brett sägen (dazu unten mehr).
Bei all dem Können gilt: Die Stichsäge gehört zu den sichereren Elektrowerkzeugen und eignet sich bestens für Einsteiger.
<Die Stichsäge auf einen Blick>
- Sägt gerade Linien und Kurven
- Relativ sicher
- Kann Innenausschnitte sägen
- Mit passendem Blatt auch Metall
- Weniger präzise und langsamer als eine Handkreissäge
Der Signature-Vorteil der Stichsäge — Kurvenschnitte:

So benutzt man eine Stichsäge
Die Grundlagen:
Grundlegender Ablauf
- Du brauchst eine Werkbank
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Zum Sägen braucht es eine stabile Unterlage, auf der das Werkstück fixiert wird.
- Das richtige Sägeblatt einsetzen
-
Das Blatt zum Material wählen — Holz- oder Metallblatt. Auch Kurvenblätter sind überall erhältlich.
※ Vor dem Blattwechsel immer den Stecker ziehen. - Entlang der angezeichneten Linie sägen
-
Die Säge einschalten, bevor das Blatt das Material berührt — erst starten, dann ins Holz führen.
Für gerade Schnitte ein Lineal oder gerades Restholz als Führung verwenden (siehe unten).
- Schnittkante bei Bedarf schleifen
-
Stichsägenschnitte sind oft etwas rau — für ein sauberes Finish die Kante schleifen.
Nützliche Sägetechniken
Zwei lohnen sich besonders: die Führung für gerade Schnitte und der Innenausschnitt.
Mit Führung gerade sägen
Freihändig gerade zu sägen ist schwer.
Ein festgeklemmtes Lineal oder ein langes, gerades Restholz als Anschlag macht es viel einfacher.
Die Führung festzuklemmen (wie auf dem Foto) macht es noch stabiler.
Jedes lange, gerade Stück funktioniert — es muss kein Lineal sein.

Auch mit Führung bleibt die Schnittkante eher rau — ein kurzer Schleifgang lohnt sich.
Innenausschnitte (ein Loch mitten im Brett)
Etwas, das die Stichsäge kann und die Handkreissäge nicht: ein Loch mitten aus einem Brett sägen.
Innerhalb des Ausschnitts ein Startloch bohren, das Sägeblatt dort einsetzen und der Linie folgen. Einfach.

Pendelhub
Manche Stichsägen haben einen „Pendelhub“-Modus.
Das Blatt schwingt dabei zusätzlich vor und zurück — eine Art schaufelnde Bewegung. Das sägt schneller.
Der Nachteil: Die Schnittkante wird rauer als im Standardmodus.
Ich persönlich nutze die Funktion nicht.
Zwei Gründe: Ich habe selten so viele Stichsägenschnitte am Stück, dass ich Extra-Tempo bräuchte — und wenn doch viel zu sägen ist, greife ich zur Handkreissäge.
Mit Kabel oder Akku?
Bei der Stichsäge empfehle ich ein Akku-Modell — damit ist man überall flexibel.
Chirurgische Präzision erwarte ich von meiner Stichsäge ohnehin nicht — für mich ist sie „die Elektro-Version der Handsäge“. Ein Spitzenmodell muss es daher nicht sein.
Wer wirklich präzise gerade Schnitte will, greift zur Handkreissäge.
(Anders als bei Stichsägen sind die besseren Handkreissägen in der Kabelversion sogar günstiger — dort lohnt sich Kabel.)
Details zur Handkreissäge stehen in meinem japanischen Artikel (deutsche Version folgt).
Zum Schluss
Das war der Stichsägen-Überblick.
Ob du schon mit der Handsäge baust oder gerade erst über den Einstieg nachdenkst — die Stichsäge ist ein großartiges erstes Elektrowerkzeug.
Weniger gefährlich als eine Handkreissäge, aber trotzdem ein Elektrowerkzeug — mit Sorgfalt arbeiten und Spaß haben!

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