Das Haus ist über 20 Jahre alt, und die Deckenleuchte im Eingang hat mich schon ewig gestört — das Design wirkte sehr nach Shōwa-Ära. Ich habe sie durch einen schlichten, flächenbündigen Decken-Downlight ersetzt.
Die weiße Decke war außerdem schmuddelig geworden, also hat sie auch gleich einen frischen weißen Anstrich bekommen.
Die neue Leuchte hat etwa 3.000 Yen gekostet, die Decke wurde mit der Farbrolle weiß gerollt.
Vorweg: Eine fest verdrahtete Deckenleuchte zu tauschen ist ein DIY mit ziemlich hoher Hürde (in Japan ist dafür eine Lizenz nötig — siehe unten). Aber allein das Neustreichen der Decke verändert die Wirkung des Raums enorm. Auch wenn du den Elektrik-Teil auslässt, lohnt sich das Weiterlesen vielleicht.
Wichtiger Hinweis: Elektriker-Lizenzpflicht (Japan)
Bei diesem DIY fasst man die stromführende Verdrahtung einer Deckenleuchte an — das ist Elektroarbeit. In Japan braucht man dafür die Elektriker-Lizenz Klasse 2 (第二種電気工事士), um sie legal auszuführen.
„Es ist doch mein Haus, da darf ich ja wohl machen, was ich will?“ — das war auch mein erster Gedanke. Aber Japans Elektrikergesetz (電気工事士法) regelt das offenbar unabhängig davon, wem das Haus gehört.
Den ganzen Weg über mein eigenes Haus murrend, habe ich also die Lizenz gemacht:
Japans Elektriker-Lizenz Klasse 2 im Selbststudium gemacht
Vorher und nachher
・Vorher
Das Haus ist über 20 Jahre alt, und man sieht es der Leuchte deutlich an.
Die weiße Decke ist außerdem gräulich geworden — sie bekommt also auch einen neuen Anstrich.

・Nachher
Neue Leuchte montiert und Decke neu gestrichen. Der Wechsel zu einem flächenbündigen Downlight räumt die Optik deutlich auf.
Die frische weiße Farbe macht den ganzen Eingang heller.

So lief es ab.
Die alte Leuchte abbauen
Zuerst den Strom am Sicherungskasten abschalten. Nicht verhandelbar — so vermeidet man einen Stromschlag.

Jetzt die alte Leuchte abbauen.
Ich habe die Schrauben der Blende und die Schrauben zur Deckenbefestigung gelöst.



Die weißen und schwarzen Adern auf dem nächsten Foto sind die Versorgungsleitungen, die aus der Decke kommen (die, auf die der Pfeil zeigt).

Hm? Irgendwas stimmt hier nicht.
Die Konvention bei dieser Versorgung: Schwarz ist die Phase (die stromführende Ader), Weiß ist der Neutralleiter (0-V-Seite, geerdet).
Aber auf der Leuchtenseite ist die Klemme im blauen Kreis auf dem nächsten Foto mit „N“ markiert — also die Neutralleiter-Klemme. Dort sollte die weiße Ader sitzen, eingesteckt ist aber stattdessen die schwarze …
Es hat die ganze Zeit problemlos funktioniert, aber ein bisschen beunruhigend ist es schon.

Die alte Leuchte ist von der Versorgung getrennt.

Vorbereitung für die neue Leuchte (Loch aussägen)
Die neue Leuchte ist ein flächenbündiger Decken-Downlight — Odelic OD 261 736.

Odelic Ceiling Downlight [OD261736R] [OD 261 736R]
Laut Anleitung braucht die Decke ein Loch mit 125 mm Durchmesser. Der Plan: mit dem Akkuschrauber einen Kranz kleiner Löcher entlang des Umfangs bohren und sie dann mit der Handsäge verbinden.
Ich bin auf die Trittleiter gestiegen, habe zur Decke hochgeschaut, angefangen zu bohren — und sofort eine Ladung Bohrstaub ins Gesicht bekommen. Die Augen ließen sich kaum offen halten.

Die Lösung: durch eine Plastiktüte bohren — der Staub bleibt in der Tüte statt in den Augen.
Der Lochkranz entlang des Umfangs ist fertig.



Dann habe ich mit der Handsäge zwischen den Löchern gesägt und die Scheibe herausgetrennt.
Die Schnittkante ist rau, aber sie verschwindet komplett unter der Blende der neuen Leuchte — passt also.

HiKOKI (formerly Hitachi Koki) Cordless Drill/Driver FDS12DAL(2ES)


Auf der nächsten Seite: Decke streichen und die neue Leuchte einbauen.

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