Ich habe eine Holzterrasse für den Garten gebaut — komplett in Eigenregie!
Es war ein deutlich größeres Projekt als die kleinen Möbel, die ich vorher gebaut hatte, aber das Ergebnis hat sich absolut gelohnt: Die Terrasse ist im Alltag wirklich nützlich, und ich liebe ihren Anblick.
Ursprünglich habe ich alles aus preisgünstigem SPF-Holz gebaut und mit einer Außenlasur behandelt. Nach fünf Jahren zeigten die Dielen deutliche Alterungsspuren, daher habe ich sie schließlich durch Hartholz ersetzt.
Wie eine Holzterrasse aufgebaut ist — die Grundlagen
Grundaufbau und Begriffe
Eine Holzterrasse hat einen ziemlich einheitlichen Aufbau (siehe Diagramm unten).
Zuerst legt man die Grundfläche fest und plant dann die tragenden Elemente passend dazu — Betonfundamente, Pfosten und Balken.

Für dieses Projekt habe ich durchgehend Konstruktionsholz in 2x-Maßen verwendet:
Dielen: 2×4 (38 mm × 89 mm)
Balken: 2×6 (38 mm × 140 mm)
Pfosten: 4×4 (89 mm × 89 mm)
→ Mehr zum Holz unter „Material“ weiter unten.
Planung
Größe und Höhe der Terrasse
Ich habe die Terrasse mit 1800 mm Breite × 1200 mm Tiefe geplant.
Ehrlich gesagt hätte ich sie gern größer gebaut — aber mehr gab der Garten einfach nicht her.

Bei der Höhe wollte ich einen fließenden Übergang vom Zimmer aus, daher habe ich die Terrassenoberfläche knapp unterhalb der Schiebetürschiene angesetzt, wie hier zu sehen:

Abstände von Pfosten und Balken
Als Faustregeln für die Abstände gelten:
・Pfostenabstand: 600–1000 mm → ich habe 1000 mm gewählt
・Balkenabstand: 600–800 mm → ich habe 800 mm gewählt
Bei meiner Terrassengröße bin ich gerade so innerhalb der oberen Grenzwerte geblieben:

Fundamente — vorhandenen Beton nutzen
Unter dem Fenster, wo die Terrasse hinkommen sollte, gab es bereits eine Betonstufe (ein traditionelles Element japanischer Häuser namens kutsunugi-ishi — im Grunde ein „Schuh-Auszieh-Tritt“ direkt vor der Schiebetür). Diesen vorhandenen Beton habe ich einfach als Fundament für eine Seite genutzt.

Material
Holz
Mir waren Kosten, Bearbeitbarkeit und Verfügbarkeit am wichtigsten — daher habe ich komplett auf SPF-Holz gesetzt.
Terrassenholz wird üblicherweise in Weichholz und Hartholz unterteilt. SPF ist ein Weichholz und für den Außenbereich allein nicht gut geeignet — wer eine Terrasse aus SPF baut, kommt um eine Schutzlasur nicht herum.
| Vorteile | Nachteile | |
| Weichholz (SPF usw.) |
・Weich — leicht zu sägen und zu verschrauben ・Günstig |
・Geringere Haltbarkeit — Lasur/Versiegelung erforderlich |
| Hartholz (Ipe, Cumaru usw.) |
・Sehr haltbar (kann unbehandelt bleiben) ・Verzieht sich weniger ・Schöneres Erscheinungsbild |
・Hart — deutlich schwieriger zu bearbeiten (Vorbohren erforderlich) ・Teuer |

Lasur und Streichzubehör
Normalerweise streiche oder lasiere ich meine DIY-Projekte nach dem Zusammenbau — so kann ich die Stellen auslassen, die ohnehin niemand sieht.
Bei einer Terrasse funktioniert das nicht: Sobald die Konstruktion steht, kommt man an die Unterseite der Balken und die Innenseiten der Pfostenverbindungen nicht mehr heran. Also habe ich diesmal alles vor dem Zusammenbau gestrichen.
Lasur
Ich habe wasserbasiertes Xyladecor verwendet — eine klassische Außenlasur, die häufig für Terrassen eingesetzt wird.

Pinsel und Plane
Ganz normale Pinsel (siehe unten).
Außerdem habe ich eine Plane ausgelegt, damit beim Streichen keine Lasur auf den Boden tropft.

Schrauben und Fundamente
Schrauben
Ich habe Terrassenschrauben aus Edelstahl mit Grobgewinde verwendet. Bei 38 mm starkem Holz gilt die Faustregel „Schraubenlänge ≈ 2× Brettstärke“, also habe ich 75-mm-Schrauben gewählt.

Fundamente (Pfostenträger)
Ich habe Betonfertigfundamente mit eingebauten Metall-Montageplatten (Pfostenträgern) verwendet — die Pfosten lassen sich direkt mit der Platte verschrauben, was äußerst praktisch ist.
Im örtlichen Baumarkt kosteten sie etwa 700 Yen pro Stück (rund 4 Euro).
※ Hinweis: Online werden dieselben Fundamente für über 2000 Yen pro Stück verkauft. Bei solchen sperrigen Artikeln spart der Kauf im Baumarkt vor Ort viel Geld.

Der Bau der Terrasse
Schritt 1: Balkenrahmen zusammenbauen und probeweise auslegen
Die Balken mit Edelstahl-Grobgewindeschrauben zu einem Rahmen verschrauben.

Den fertigen Rahmen an seiner Position auslegen. Die Stellen für die Pfosten freilassen — die kommen im nächsten Schritt dran.

Schritt 2: Fundamente und Pfosten setzen
An jeder Pfostenposition etwa 10 cm tief graben, ein paar Zentimeter Schotter einfüllen und mit einem Stück Restholz fest verdichten.

Schritt 3: Balken mit den Pfosten verbinden
Mit der Wasserwaage ausrichten, dann die Balken mit den Pfosten verschrauben. Danach fehlt nur noch das Verlegen der Dielen.
Ein Geständnis — ich habe mich selbst nicht an diese Reihenfolge gehalten
Ehrlich gesagt: Oben steht eine saubere Schritt-für-Schritt-Anleitung, aber in Wirklichkeit hatte ich nichts, um den Balkenrahmen beim Probeauslegen auf der richtigen Höhe abzustützen. Also habe ich die vorderen Pfosten schon vorher an die Balken geschraubt (auf dem Foto unten zu sehen). Macht es besser so, wie ich es beschreibe — nicht so, wie ich es gemacht habe.

Schritt 4: Dielen verlegen (fertig!)
Letzter Schritt — die Dielen quer zu den Balken festschrauben.
Zwischen den Dielen einen kleinen Spalt (wenige Millimeter) lassen, damit Regenwasser ablaufen kann.
Ich habe beim Verschrauben ein Stück Restholz als 5-mm-Abstandshalter zwischen die Dielen gelegt.

Alle Dielen verschraubt — fertig!


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