Warum du beim DIY Hartholz ausprobieren solltest — ein riesiges Upgrade

Wenn du einen Schreibtisch oder ein Regal baust — denkst du darüber nach, ob du Weichholz oder Hartholz verwendest?

Die meisten greifen einfach zu irgendeinem Holz, ohne groß über die Sorte nachzudenken. Ich war genauso — ich hatte nur ein vages Gefühl von „es gibt wohl verschiedene Holzarten“.

Inzwischen baue ich ganz bewusst Harthölzer in meine DIY-Projekte ein.
Maserung und Haptik von Hartholz sind schlicht wunderschön — ein Hartholz-Projekt sollte man mindestens einmal ausprobiert haben.

Dieser Artikel zeigt, warum Hartholz fürs DIY großartig ist, wie es in fertigen Stücken aussieht, wo man es kauft und wie es sich von Weichholz unterscheidet.

Inhaltsverzeichnis

Warum Hartholz fürs DIY? (mit Beispielen)

Was für Hartholz spricht

Der Hauptgrund ist schlicht, wie gut es aussieht und sich anfühlt.
Und obendrein: Die Zufriedenheit, wenn ein Stück fertig wird, spielt in einer anderen Liga.

Als Vergleich: Es ist der Unterschied zwischen einer 5-Euro-Uhr und einer richtig schönen Uhr am Handgelenk. (Ich trage gar keine Uhr, also rate ich nur 😅)

■ Ein Stück, das ich aus Hartholz gebaut habe

Hier ein Beispiel, wie Hartholz fertig verarbeitet aussieht.
Das ist ein Schuhschrank aus Tamo-Leimholz (japanische Esche).

Tamo ist ein in Japan weit verbreitetes Möbel-Hartholz.
Massive Tamo-Bretter aus einem Stück sind teuer, Leimholzplatten (mehrere kantverleimte Stücke) dagegen deutlich erschwinglicher.

Dieses Stück habe ich nicht gebeizt — das Finish ist nur ein matter Klarlack.
Genau diese ruhige, edle Ausstrahlung bekommt man mit Hartholz.

Schuhschrank aus Tamo-Leimholz
Tamo-Leimholz

Ich arbeite viel mit Kiefer (einem Weichholz). Hat Kiefer einen „hellen, lebhaften“ Charakter, ist Tamo eher „natürlich und ruhig“.

Es gibt auch einen Artikel über einen Nachttisch aus Birke (ebenfalls ein Hartholz) — derzeit nur auf Japanisch.

Was genau ist Hartholz?

Bäume teilen sich grob in zwei Gruppen: Nadelhölzer (Weichholz) und Laubhölzer (Hartholz).

Die japanischen Begriffe lauten 針葉樹 (wörtlich „Nadelblatt-Baum“ = Weichholz) und 広葉樹 (wörtlich „Breitblatt-Baum“ = Hartholz).
Wie der Name sagt, sind Harthölzer in der Regel — aber nicht immer — dichter und schwerer.

Schnellvergleich

Weichhölzer: typisch für kalte oder hochgelegene Regionen, schmale nadelförmige Blätter, schnellwachsend
Harthölzer: typisch für wärmere Regionen, breite Blätter, langsamer wachsend

Weichholz (Nadelholz)

Blätter: schmal, nadelförmig
Wuchsform: meist kegelförmig, hoch und gerade
Klima: kalte oder hochgelegene Regionen
Wachstum: in der Regel schnell

Typische Arten
Kiefer
Sicheltanne (jap. Sugi)
Scheinzypresse (jap. Hinoki)
Tanne

Kiefer, Sugi und Hinoki (Weichhölzer) sind im Baumarkt vorrätig und fürs DIY leicht zu verwenden.
Dem Namen entsprechend sind sie weich und gut zu bearbeiten.
Außerdem günstig — ideales DIY-Material.

Hartholz (Laubholz)

Blätter: breit
Wuchsform: oft unregelmäßig
Klima: wärmere Regionen
Wachstum: langsamer als Weichhölzer

Typische Arten
Ahorn
Eiche
Tamo (japanische Esche)
Kampferbaum

Das sind die Hölzer hochwertiger Möbel.
Dem Namen getreu sind Harthölzer dichter und schwerer und beim DIY etwas mühsamer zu bearbeiten.
Harthölzer haben eine atemberaubende Maserung, kosten aber mehr als Weichhölzer.
Weil die Maserung so schön ist, verzichte ich bei Hartholz meist auf Beize und nehme nur klares Öl oder Klarlack.

Kampferbaum
Kampferbaum (an der Präfektur-Oberschule Kawagoe, Saitama)

Wo kauft man Hartholz?

Kiefer, Sugi und Hinoki (Weichhölzer) gibt es in fast jedem Baumarkt.
Harthölzer führen kleinere Baumärkte dagegen oft nicht.

Für den Hartholzkauf bleiben:
・Größere Baumärkte
・Online-Händler

Für Online-Bestellungen in Japan ist der Marutoku Shop meine erste Wahl.

Mein Vorschlag: Hartholz für die Vorzeigestücke

So sehr ich für Hartholz werbe — es ist teurer als Weichholz, und die Hemmschwelle ist real.
Besonders massive Hartholzbretter gehen schnell ins Geld. Mein Vorschlag daher:

Nimm Hartholz-Leimholzplatten für die Projekte, die wirklich zählen

Das hält die Kosten im Rahmen und liefert trotzdem das Hartholz-Gefühl.
Man kann Hartholz auch nur für einen Teil des Projekts verwenden — etwa die Tischplatte, während die Beine Weichholz bleiben.

Wer einmal mit Hartholz gearbeitet und Maserung und Haptik aus der Nähe erlebt hat, will wieder damit bauen. Es wird einfach nicht langweilig. (Oder bin nur ich da sentimental?)

Definitiv einen Versuch wert.

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