Eingebauten Schuhschrank herausreißen und neu bauen — Mini-DIY-Renovierung

Unser Haus haben wir gebraucht gekauft. Der eingebaute Schuhschrank im Eingangsbereich war groß, dunkel im Ton und machte den Eingang optisch eng.

Über die Jahre hatte ich kleinere Updates gemacht — Knöpfe neu lackiert, eine Holzfurnier-Folie auf die Oberseite geklebt — aber diesmal mache ich Nägel mit Köpfen: Schrank raus und einen neuen von Grund auf bauen.

Dieser Beitrag führt durch:

alten Schrank entfernen → Wand neu tapezieren → neuen Schuhschrank bauen

Inhaltsverzeichnis

Vorher und nachher

Zuerst der Vorher-nachher-Vergleich.

Unten der ursprüngliche Schuhschrank im Eingang.

Fürs Protokoll: Das Oberteil war leer — verschenkter Raum. (Hier spricht ein angehender Minimalist.)

Ursprünglicher eingebauter Schuhschrank im Flur mit Ober- und Unterschrank vor dem Ausbau
Schuhschrank im Eingang — vorher

Diesen Schrank habe ich herausgerissen und einen neuen als Ersatz gebaut.

Ich wollte einen helleren Ton, also habe ich Leimholzplatten aus Esche (japanisch „Tamo“) ohne Beize verwendet — nur natürliches Finish.
Das Oberteil habe ich komplett weggelassen, was den Eingang deutlich öffnet.
Die Tapete wurde im gleichen Weiß wie vorher erneuert.

Neuer selbstgebauter Schuhschrank aus Eschen-Leimholz mit Naturfinish – der Flur wirkt heller und offener
Neuer Schuhschrank — DIY

Ergebnis: Der Eingang wirkt jetzt offen und hell.

Die Bauschritte folgen unten.

Alten Schrank entfernen und die Wand für neue Tapete vorbereiten

Einen eingebauten Schuhschrank zu entfernen klingt nach Abrissarbeiten, aber meist ist er nur an die Wand geschraubt — mehr nicht.

Den Schrank abnehmen, dann die Wand für die frische Tapete vorbereiten.

Den Schrank abnehmen

Der ursprüngliche Schrank.

Die Türen öffnen, und…

Ursprünglicher Schuhschrank mit geöffneten Türen, innen sind die Befestigungsschrauben zu sehen

Innen sieht man die Schrauben.
Sie halten den Schrank an der Wand.

Befestigungsschrauben im Schrankinneren, die ihn an der Wand halten

Die Schrauben mit dem Akkuschrauber herausdrehen.

Herausdrehen der Befestigungsschrauben des Oberschranks mit dem Akkuschrauber

Und der Schrank lässt sich einfach von der Wand abheben — überraschend leicht.

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Abheben des Oberschranks von der Wand auf der Trittleiter

Das Unterteil kam auf die gleiche Weise von der Wand — Schrauben raus, abheben.
(Allein war das Gewicht des Schranks beim Rangieren ein echtes Workout.)

Die Wand hinter dem Schrank war nicht tapeziert — diesen Abschnitt hatte man sich damals gespart.

Also tapeziere ich die gesamte Wand neu.

Ein Haken: Die Holzleiste im nächsten Foto ist an die Wand geschraubt UND geklebt und geht nicht ab. Das erschwert das Tapezieren, aber ich arrangiere mich damit — es wird einfach darüber tapeziert.

Beschriftetes Foto der Holzleiste, die verklebt und verschraubt ist und sich nicht entfernen lässt

Alte Tapete entfernen

Zur Vorbereitung auf die neue Tapete zuerst die alte Tapete abziehen.

Abziehen der alten Tapete von der Flurwand per Hand

Beim Lichtschalter zuerst die Abdeckung abnehmen, dann die Tapete drumherum abziehen.

Stufen und Schraubenlöcher spachteln — Untergrundvorbereitung

Alte Tapete ab — als Nächstes werden Stufen und Schraubenlöcher mit Wandspachtel gefüllt.

Lässt du das Spachteln aus, zeichnet sich jede Stufe und jedes Schraubenloch durch die neue Tapete ab.
※ Diesen Schritt nicht überspringen — die Unebenheiten sind hinterher überraschend sichtbar.

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Spachtelmasse über Stufen und Schraubenlöcher ziehen, wie im Foto unten.

Verteilen der Spachtelmasse über Absätze und Schraublöcher mit dem Spachtel

Ist die Spachtelmasse trocken, glatt schleifen.

Glattschleifen der getrockneten Spachtelmasse mit Schleifpapier

Bei der Holzleiste, die nicht abging, würde die Rinne in ihrer Mitte das Tapezieren erschweren — also fülle ich diese Rinne auf.

Beschriftetes Foto mit der Rinne in der Mitte der Holzleiste, die ausgeglichen werden muss

Im Baumarkt eine Hohlkammerplatte aus Kunststoff gekauft.
Schmale Streifen passend zur Rinne zugeschnitten.

Die Streifen in die Rinne stapeln, fixiert mit starkem doppelseitigem Klebeband.

Die verbleibende Stufe zum Holz wird mit Wandspachtel gefüllt.

Glatt schleifen.

Eindrücken eines Pradan-Streifens in die Rinne der Leiste, fixiert mit starkem doppelseitigem Klebeband

Die Wand ist jetzt bereit für die Tapete.

Tapezieren

Eines der Initiationsrituale des Hobby-DIY (?): Tapezieren.
Für mich das erste Mal.

Die Tapete vorbereiten

Die Tapete habe ich online bei RESTA gekauft — das „Starter-Set“ mit vorgekleisterter Tapete.

Das Starter-Set enthält alle Werkzeuge, die ein Anfänger braucht, plus eine Anleitung. Ich habe mich beim Arbeiten daran entlanggehangelt.

Tapete auf Länge schneiden, Schutzfolie abziehen und wie im Foto ziehharmonikaartig falten.

Davon ein paar vorbereiten.

Gefaltete Tapetenbahnen aufgereiht und bereit zum Anbringen

Bereit zum Anbringen.

Anbringen

Jetzt wird tapeziert.

Grundablauf: ankleben → mit dem Andrückspachtel glätten → Überstand abschneiden.

Solange der Kleister feucht ist, lässt sich die Bahn noch verschieben — sie muss also nicht beim ersten Versuch perfekt sitzen.

Als Anfänger leichter gesagt als getan.
(Jedes Mal, wenn ich eine Bahn anheben und neu positionieren wollte, riss die Tapete dort, wo meine Hand sie griff… über einen Tipp von Profis würde ich mich freuen.)

Im Überlebensmodus blieben die Action-Fotos spärlich!
Die vollständige Tapezier-Anleitung gibt es auf der RESTA-Website (haha).

Flurwand neben der Haustür mit der neu angebrachten Tapete

Beim Lichtschalter die Tapete um die Dosenöffnung herum ausschneiden.

Die erste Tapezierarbeit ist geschafft. Aus der Nähe gibt es ein paar unsaubere Stellen, aber ich bin zufrieden.
Gute Erfahrung. (Die Tapete bei meinen Eltern ist alt, und ich will sie irgendwann erneuern — auch dafür eine nützliche Übung.)

Fertige erste Tapezierarbeit – helle weiße Flurwand rund um das kleine Fenster
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Nächste Seite: der Bau des neuen Schuhschranks.

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