Gartendeck mit integriertem Futon-Lüftungszaun selber bauen (Western Red Cedar)

Ein Gartendeck mit integriertem Zaun — DIY, bei meinen Eltern.

Dieses Deck habe ich meiner Mutter zum 70. Geburtstag gebaut.
Ihr Wunsch war simpel: „Ich möchte einen Platz, an dem ich Futons lüften kann.“

Für das Deck in meinem eigenen Garten hatte ich SPF-Holz verwendet, aber hier wollte ich etwas mehr Langzeit-Haltbarkeit — also habe ich Western Red Cedar genommen.

WRC ist eine beliebte Wahl für Außendecks: ein Nadelholz, leicht zu bearbeiten, hält der Witterung aber deutlich besser stand als übliches SPF.

(Zum Nachlesen: Mein eigenes DIY-Deck zu Hause ist aus SPF — der Artikel dazu → hier. Dort sind auch die grundlegenden Deck-Baubegriffe erklärt, falls dir unten manche Wörter neu sind.)

Kultur-Hinweis: Futons lüften in Japan

Für Leser außerhalb Japans: In vielen japanischen Haushalten schläft man auf Futons — dicken, gepolsterten Matratzen, die nachts direkt auf den Boden gelegt und tagsüber verstaut werden. Futons regelmäßig über ein Geländer oder einen stabilen Zaun in die Sonne zu hängen, gehört zur normalen Haushaltsroutine: Das Lüften trocknet Feuchtigkeit aus und hält das Bettzeug frisch. Der Zaun auf diesem Deck ist genau dafür ausgelegt — 1,2 m über der Deckfläche, mit einem stabilen oberen Riegel zum Drüberhängen.

Dieser Artikel führt durch die Konstruktion, das verwendete Holz und Werkzeug, die einzelnen Bauschritte und die Kosten. (Und ehrlich: Ein Deck zu bauen macht unglaublich zufrieden!)

Inhaltsverzeichnis

Planung

Das ist der Platz, an den das Deck kommt.
Hier liegt schon eine Betonplatte, das Deck wird also darauf stehen.

Betonfläche neben dem Haus, wo das Deck entsteht, mit Topfpflanzen am Rand

Deckgröße

Grundfläche des Decks: 2,7 m breit × 1,4 m tief.
Futon-Lüftungszaun: 1,8 m breit × 1,2 m hoch (über der Deckfläche).

CAD-Zeichnung des Decks (2,7 x 1,4 m) mit Futon-Lüftungszaun (1,8 m breit, 1,2 m hoch) auf der Betonfläche

Grundkonstruktion

Unten ist zwar Beton, aber ich habe trotzdem Fundamentsteine unter die Pfosten gesetzt, wie in der Skizze gezeigt.
Die Steine haben integrierte Metall-Pfostenträger (ein „Haneita“-Blech), sodass der Pfosten mit dem Stein verschraubt werden kann. Die drei Pfosten, die zugleich Zaunpfosten sind, sind höher als die übrigen.

Pfosten: 90 × 90 mm (4×4) Western Red Cedar
Fundamentsteine: mit integriertem Pfostenträger, 15 cm hoch

CAD-Diagramm der Fundamentsteine mit Pfostenträgern; die drei Zaunpfosten sind länger
Beton-Fundamentstein mit integriertem Pfostenträger aus Metall
Fundamentstein mit Pfostenträger

Die Unterkonstruktion für die Deckbretter (Balken) ist wie in der Skizze unten angeordnet.

Balken: 39 × 140 mm (2×6) Western Red Cedar

CAD-Diagramm der 2x6-Balkenlage auf den Pfosten

Für den Belag habe ich „1.25×6“ verwendet — ein dickeres, speziell für Decks gedachtes Brett mit 25 mm Stärke.

Deckbretter: 25 × 140 mm (1.25×6) Western Red Cedar

CAD-Diagramm der 1.25x6-Terrassendielen auf den Balken

Der horizontale obere Riegel des Zauns (das Teil, über das der Futon tatsächlich gehängt wird) ist ein 2×4.

Oberer Zaunriegel: 39 × 89 mm (2×4) Western Red Cedar

CAD-Diagramm des 2x4-Zaunholms auf den hohen Pfosten

Holz besorgen

Das Holz habe ich online bei „Mokko Land“ bestellt.

Alles Western Red Cedar. Hier die Bestellung:

Deckbretter
1.25×6 25 × 140 × 1800 mm × 20

Pfosten
4×4 (3 ft) — 90 × 90 × 900 mm × 2
4×4 (5 ft) — 90 × 90 × 1500 mm × 3

Balken
2×6 — 39 × 140 × 3000 mm × 6
2×6 — 39 × 140 × 1500 mm × 2

Oberer Zaunriegel
2×4 (7 ft) — 39 × 89 × 2100 mm × 1

Holz gesamt: 81.170 Yen
Versand: 8.000 Yen
(2022 steckte Japan mitten im „Wood Shock“ nach der Pandemie — die Holzpreise waren deutlich erhöht; ein paar Jahre früher oder später wäre es günstiger gewesen.)

Geliefertes Western-Red-Cedar-Holz, gebündelt und gestapelt
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