Eine Seite, die Schritt für Schritt zeigt, wie du dir deine eigene E-Gitarre baust — für alle, die schon mal dachten „Sowas will ich auch mal selbst bauen!“
Diese Seite führt durch den kompletten Bau einer DIY-Gitarre, bei der ausschließlich Werkzeuge und Teile zum Einsatz kommen, die du im Baumarkt oder bei Amazon bekommst.
* Die Serie ist aufgeteilt in [Teil 1: Planung & Design] und [Teil 2: Der Bau]. Diese Seite ist [Teil 2: Der Bau].
Falls du [Teil 1: Planung & Design] noch nicht gelesen hast, fang am besten dort an:

Bau & Montage [Erste Hälfte] (1) — Holz verleimen und die Form grob aussägen
Hast du [Teil 1: Planung & Design] durch?
Jetzt geht’s endlich an den eigentlichen Bau.
In diesem Abschnitt verleimen wir die Rohlinge für Korpus und Hals und sägen die Form von Korpus und Hals grob aus.
Holz verleimen
Zuerst verleimen wir das im Baumarkt gekaufte Korpusholz, um auf unsere Zieldicke zu kommen.
(In Form gesägt wird später.)
Die Maße des Korpus siehst du unten.

Wie ich in Planung Teil 5 erwähnt habe, sind das die Hölzer, für die ich mich entschieden habe:
(1) Korpusdecke: verleimtes Ahornbrett, 350 mm breit x 600 mm lang x 20 mm dick
(2) Korpusboden: verleimtes Kirschbrett, 350 mm breit x 600 mm lang x 20 mm dick
Das ergibt zusammen 40 mm Dicke für (1)+(2). Ich wollte einen Tick mehr, also habe ich eine 4 mm dicke Sperrholzplatte dazwischengelegt, um sie aufzudicken.
Gesamtdicke: 44 mm.

Zum Verleimen nehme ich den Klassiker Titebond.
Der hält wahnsinnig gut.

Auf jedes Brett Leim auftragen, stapeln und dann fest zusammenzwingen.
So lässt du es einen Tag stehen, bis der Leim komplett ausgehärtet ist.

Zwingen ab.
Drei Bretter sind jetzt ein massives Stück.

Korpusrohling — grober Zuschnitt
Jetzt sägen wir den verleimten Korpusrohling in Form.
Fürs Erste arbeiten wir nur grob die Außenkontur heraus.
Das Schleifen und Formen der Oberflächenrundungen kommt später.
Druck den Bauplan im Maßstab 1:1 aus, kleb ihn aufs Holz und folge dann mit der Stichsäge der Kontur.
Den Bauplan aufs Holz kleben
Hier der Korpus-Bauplan im Maßstab 1:1 ausgedruckt:

Schneide mit der Schere entlang der Kontur aus.
Kleb ihn aufs Korpusholz.
Normaler Papierkleber reicht hier völlig — nichts Besonderes nötig.

Bauplan aufs Holz geklebt.
Mit der Stichsäge sägen
Eine Stichsäge ist ein Elektrowerkzeug, das Kurven meistert.
Mit einem Kurvensägeblatt geht’s noch geschmeidiger.

<Achtung>
Wie unten zu sehen, wird der Bereich, wo der Korpus auf den Hals trifft, sehr dünn, wenn man gleich auf die Endform sägt — dünn genug, dass er brechen kann.
Lass den unten mit (3) markierten Bereich also vorerst stehen — wir sägen ihn ab, nachdem der Hals angeleimt ist.

Folge dem aufgeklebten Bauplan und fang an zu sägen.

Größtenteils ausgesägt.

Innenkurven wie auf dem nächsten Foto sind heikel — vorher Entlastungsschnitte zu setzen macht das Leben leichter.

Korpusform grob ausgesägt, fertig.

Den Hals-Rohling zuschneiden und verleimen
Korpus erledigt — jetzt der Hals. Zuschneiden und verleimen.
Wie ich in [Teil 1: Planung & Design] erwähnt habe, wird der Hals aus drei Teilen verleimt, so:

Zuerst das Holz passend zur Schablone zuschneiden.
Das Halsholz zuschneiden
Markiere die Schnittlinien mit einem Bleistift auf dem Holz.
Dafür schneidest du den Seitenansicht-Bauplan mit einem Cuttermesser aus und legst ihn aufs Holz.

Dann überträgst du die Form mit dem Bleistift aufs Holz.

Säge entlang der angezeichneten Linie.
Dafür habe ich eine Kreissäge und eine Stichsäge benutzt.
Die Kreissäge gibt sauberere gerade Schnitte, aber mit der Stichsäge allein bekommst du es auch hin.
Führ die Kreissäge an einem geraden Anschlag entlang …

Gerade Schnitte werden mit der Kreissäge sauberer, aber die Stichsäge funktioniert auch.
Für die engeren Stellen wechselst du zur Stichsäge.

Drei Teile ausgesägt.

Ein Problem allerdings: In diesem Zustand ist die Kopfplatte nicht breit genug (siehe unten).

Also habe ich kleine seitliche Stücke angesetzt, um sie zu verbreitern.

Halsteile zugeschnitten.
Den Hals verleimen
Genau wie beim Korpus — Titebond.
Vorbereitung:
Rau die Klebeflächen mit grobem Schleifpapier an (ich habe #80 genommen).
Die feinen Kratzer geben dem Leim mehr Halt.

Verleimen:
Titebond auftragen.
(Ich trage Gummihandschuhe, damit ich mir die Hände nicht versaue.)

Alle drei auf einmal kam mir riskant vor, also habe ich mit zweien angefangen.
Zusammenleimen, dann zwingen.

Zwei Bretter verbunden.

Das dritte Teil genauso anleimen, zwingen und aushärten lassen.
Am Ende hast du einen massiven Hals-Rohling wie auf dem Foto.

Ein Haken: Die Schnitte waren nicht ganz maßhaltig, deshalb hatte das Kopfplattenende in der Mitte eine Delle (siehe Foto).
Der Plan war, sie später glatt zu schleifen.
→ Spoiler: Ich habe das Glattschleifen aufgegeben und die Delle einfach gelassen.
Funktional stört sie nichts, also habe ich sie für gut befunden.
Ich nenne das jetzt „Design“!

Die Oberseite — auf die das Griffbrett geleimt wird — mit einem Schleifer glätten.
Ich habe einen Exzenterschleifer benutzt.

Hals-Rohling zugeschnitten und verleimt.
Die endgültige Form kommt, nachdem der Halsstab eingesetzt ist.

Bau & Montage [Erste Hälfte] (2) — Den Kanal für den Halsstab fräsen
Der Halsstab (Trussrod, in Planung Teil 1 behandelt) ist der Metallstab, der im Hals steckt — über eine Schraube an einem Ende lässt sich die Halskrümmung einstellen.
Jetzt fräsen wir den Kanal, der ihn aufnimmt.
Werkzeug: Kantenfräse (Laminat-Trimmer)
Dieser Schritt ist ohne Kantenfräse kaum machbar — fürs Gitarrenbauen ist sie praktisch unverzichtbar.
Zuerst die Griffbrettposition anzeichnen. Leg die Griffbrett-Zeichnung auf den Hals-Rohling,

und zeichne ihre Kontur mit dem Bleistift nach.

Ich habe den Halsstab so gesetzt, dass sein Ende etwa 10 mm über das Ende des Griffbretts hinausragt.

Bevor ich den Kanal gefräst habe, habe ich den Halsstab selbst vermessen.
Er kam auf 6 mm Breite und 8,8 mm Tiefe, wie unten zu sehen.

Jetzt den Kanal fräsen.
Spann das Werkstück fest.
Dann zwing ein gerades Stück Holz daneben als Führung für die Fräse (siehe unten).
Einen geraden Kanal kannst du nicht freihändig fräsen — du brauchst diesen Anschlag.

Achtung: Versuch nicht, die volle Tiefe in einem Durchgang zu fräsen — das überlastet die Fräse und ist gefährlich. Nimm rund 3 mm pro Durchgang.
Schalte die Fräse ein und führe sie am Anschlag entlang.

Ein paar Durchgänge hin und her, und der Kanal ist gefräst.

Kanaltiefe: 9 mm.
Der Halsstab ist 8,8 mm — passt gut.

Das Ende des Halsstabs hat eine andere Form und ist breiter — pass den Kanal entsprechend an.

Wechsle auf einen 10-mm-Fräser und erweitere das Ende.

Leg den Halsstab zur Probe ein.

Halsstab-Kanal: fertig.
Bau & Montage [Erste Hälfte] (3) — Die Halskontur aussägen, die Löcher in der Kopfplatte bohren
In diesem Abschnitt sägen wir die Halskontur grob aus und bohren dann die Löcher für die Mechaniken.
Noch immer Grobschnitt-Gebiet — das Formen der Halsrückseite und das Endglätten kommt später.
Die Halskontur aussägen
Zeichne die Schnittlinien an.

Mit der Stichsäge sägen.
Folge den Bleistiftlinien.

Eine Seite des Halsschafts ausgesägt.
(Ja, der Halsstab steckt noch drin — aus keinem besonderen Grund.)

Jetzt die Kopfplatte.

Bei Kurvenstücken wie dem unten machen Entlastungsschnitte das Leben leichter.

Kopfplatte ausgesägt.
Die Kanten sind noch rau — die putzen wir später.

Kontur rundherum ausgesägt.

Eine Stufe an der Kopfplatte ausbessern (einmaliger Reparaturfall)
* Dieser Schritt ist normalerweise nicht nötig. *
Weil ich den Hals-Rohling aus verleimten Brettern aufgebaut habe, blieb durch kleine Maßabweichungen nach dem Verleimen eine Stufe im Kopfplattenbereich (siehe Foto).
Zeit, das zu beheben.
Die Stufe ist allerdings ziemlich groß, also habe ich nicht versucht, sie komplett zu glätten, sondern einen weichen Übergang angestrebt.

Zuerst habe ich die Kante mit einem Stemmeisen schräg abgetragen.

Dann mit Schleifpapier geglättet.

Ergebnis siehe nächstes Foto.
Ehrlich gesagt — das kann ich locker als „Design“ durchgehen lassen (?).

Auf der Rückseite das Gleiche gemacht.

Die Löcher für die Mechaniken bohren
Bohre die Löcher für die Mechaniken in die Kopfplatte.

Nimm eine Bohrmaschine.
Fang mit einem kleinen Bohrer an (etwa 2 mm) und steigere die Bohrergröße nach und nach.
* Leg beim Bohren ein Opferbrett unter.
Ohne Unterlage neigt die Rückseite zum Ausreißen (diese fiesen kleinen Splitter).

Mechanik-Löcher auf einer Seite fertig.
(Auf der Rückseite ein bisschen ausgerissen, aber die Mechaniken decken diesen Bereich ab, also lasse ich das durchgehen.)

Andere Seite: gleicher Bohrgang.

Eine Mechanik zur Probe einsetzen.
Rutscht direkt rein.

Löcher gebohrt, fertig.
Bau & Montage [Erste Hälfte] (4) — Bundschlitze und Löcher für die Bundmarkierungen
Als Nächstes: das Griffbrett.
Dieser Abschnitt behandelt:
Der Griffbrett-Rohling:
– Dicke anpassen (8 mm auf 6,35 mm)
– Kontur aussägen
– Bundschlitze sägen
– Löcher für die Bundmarkierungen bohren
Der Schritt mit der Dicke entfällt, wenn du das Holz bereits auf Dicke zugeschnitten bestellt hast, aber ich habe meines mit der Fräse abgetragen.
Die Griffbrettdicke anpassen
Beim Griffbrett habe ich geschummelt und bin zu einem Fachgeschäft (Aichi Wood) gegangen — das habe ich in „Planung Teil 5: Holzvorbereitung“ behandelt.
Da ich dort die Regel „nur Amazon oder Baumarkt“ gebrochen habe, mache ich als kleine Buße (?) das Abdünnen selbst — und tue so, als hätte ich das Holz im Baumarkt gekauft und müsste es auf Maß abdünnen.
Der Griffbrett-Rohling ist anfangs 8 mm dick.
Ziel: 6,35 mm.

Werkzeug: Kantenfräse.
Spann das Werkstück fest (wie auf dem Foto) und fräse es auf Dicke runter.

Damit die Fräse eben läuft, habe ich am Ende einen kleinen Bereich ungefräst gelassen (linkes Foto unten).
Dieser kleine Rest wird später mit dem Stemmeisen abgetragen.

Zum Schluss mit dem Schleifer die Oberfläche glätten.

Jetzt 6,3 mm dick.

Die Griffbrettkontur aussägen
Säge den Rohling auf die Griffbrettkontur zu.
Schneide die Griffbrettkontur aus dem Bauplan aus und kleb sie aufs Holz.

Säge entlang des Papiers.
Das muss so gerade wie möglich werden.
Möglichkeiten:
– Kreissäge
– Stichsäge
– Handsäge
– Kantenfräse
sind alle machbar.
Kreissäge: mit Anschlag die saubersten geraden Schnitte. Wenn du eine hast, nimm sie.
Stichsäge / Handsäge: wird nicht perfekt gerade — du musst hinterher mit dem Schleifer nacharbeiten.
Kantenfräse: mit einem Bündigfräser (mit Anlaufring) und einer Führung fräst du eine perfekt gerade Kante.
Ich habe die Kantenfräsen-Methode gewählt.
Fräser: Makita-Bündigfräser mit Anlaufring (Nr. D-08355).
Wie gezeigt, spannst du den Griffbrett-Rohling oben auf ein Führungsbrett und lässt den Anlaufring an der Führung entlanglaufen.

Beide Längsseiten des Griffbretts auf die Bauplan-Kontur getrimmt.

Jetzt die Enden.
Du könntest die auch fräsen, aber hier habe ich zur Handsäge gegriffen.
Leg ein Führungsbrett oben drauf und säge daran entlang.

<Achtung>
Wenn du das von Hand sägst, nimm eine Säge ohne Schränkung (Bündigsäge).
Was ist „Schränkung“?
Die meisten Sägen haben Zähne, die leicht abwechselnd zur Seite gebogen sind — das ist die Schränkung.
Sie verbreitert den Schnittspalt, damit das Blatt nicht klemmt.
Eine ungeschränkte Säge (Bündigsäge) hat Zähne, die nicht über den Sägeblattkörper hinausragen, sodass sie genau an der angesetzten Kante eine perfekt gerade Linie schneidet.

Die Enden sind sauber geworden.

Die Bundschlitze sägen
Weiter zu einem der wichtigsten Schritte im ganzen Bau: dem Sägen der Bundschlitze.
Genaue Bundposition = genaue Intonation.
Lass dir hier Zeit.
Die Bundpositionen prüfen
Leg ein Lineal von der Sattelposition (= „Bund 0“) an und prüfe, ob jede Bundlinie an der richtigen Stelle sitzt.
Ich halte das Lineal an den aufgeklebten Bauplan …
und stelle fest, dass die gedruckten Bundpositionen nicht mit den gemessenen Sollwerten übereinstimmen!
Die Maße der CAD-Datei stimmen und ich habe angeblich 1:1 gedruckt — keine Ahnung, was schiefgelaufen ist.
Keine Wahl: Ich habe die korrekten Bundpositionen mit dem Bleistift auf den Ausdruck markiert.

Alle 24 Bünde markiert.
Diese von Hand korrigierten Markierungen sind ab hier die maßgebliche Referenz.

Die Bundschlitze sägen
Schneide die Schlitze mit einer Bundsäge — einem gitarrenspezifischen Werkzeug.
Bevor du zur Bundsäge greifst, ritz jede Bundposition zuerst mit einem Cuttermesser an.
* Gehst du direkt mit der Bundsäge ran, neigt das Blatt dazu, von der Linie abzuwandern.

Nach dem Cuttermesser vertiefst du die Ritzlinie mit einem Acrylglas-Schneider (siehe Foto).
Dann läuft die Bundsäge noch besser in der Spur.

Jetzt kommt die Bundsäge.
Wichtig: Säge eine Schlitzbreite, die zu dem Bund passt, den du verwendest.
(Oder — dasselbe — kauf Bünde, die zur Schnittbreite deiner Bundsäge passen.)

Wenn zum Beispiel der Bundfuß 0,6 mm breit ist (siehe Zeichnung), willst du eine Bundsäge, die einen 0,6-mm-Schlitz schneidet — Schlitzbreite und Fußbreite müssen zusammenpassen.

Jetzt die Schlitze sägen.
Fahr den Schlitz erst ein paar Mal mit der Spitze der Bundsäge nach, und wenn sie in der Spur läuft, legst du das ganze Blatt an und sägst nach unten.

Auf etwa 3-4 mm Tiefe sägen.

Bundschlitze — fertig.
Löcher für die Bundmarkierungen bohren (Vorderseite)
Schlitze fertig — jetzt die Löcher für die Bundmarkierungen.
Ich verwende 6,35-mm-Perlmutt-Einlagen (Dots) auf der Griffbrettoberfläche.
Acryl-Dots sind übrigens meist günstiger als Perlmutt.

Zur Sicherheit habe ich die Dots vermessen:
6,2 mm Durchmesser, 2 mm dick.

Die Inlay-Positionen müssen sauber aussehen (es ist rein optisch), also habe ich mit einem Körner eine Vertiefung gesetzt.

Dann fang klein an — etwa mit einem 1-mm-Bohrer — und steigere dich.

Letzter Durchgang mit einem 6-mm-Bohrer.

Bohr nicht zu tief — prüf die Tiefe unterwegs mit dem Messschieber.
Es ist okay, wenn die Dots einen Hauch über der Oberfläche stehen.
Das Griffbrett bekommt später einen Radius geschliffen, und dieser Durchgang trägt auch die Oberseiten der Inlays bündig ab.

Alle Löcher für die Bundmarkierungen gebohrt.

Bau & Montage [Erste Hälfte] (5) — Das Griffbrett aufleimen
Leim das Griffbrett auf den Hals.
Aber davor setzen wir den Halsstab für die Krümmungseinstellung ein.
Den Halsstab einsetzen
Zeit, den Halsstab in den Hals zu legen.
Der Kanal war schon gefräst, also setzen und fixieren wir den Stab nur noch.

Fixier ihn mit einem Klecks Sekundenkleber.

Gib Sekundenkleber auf das Ende des Halsstabs (siehe Foto).

Am anderen Ende dasselbe.

Drück ihn in den Kanal.

Halsstab eingesetzt.
Das Griffbrett auf den Hals leimen
Jetzt das Griffbrett mit dem Hals verbinden.
Ab hier fängt es richtig an, sich wie eine Gitarre anzufühlen.
Das nächste Foto zeigt das Griffbrett auf dem Hals (noch nicht geleimt).
So soll die Ausrichtung aussehen.

Verrutschschutz beim Verleimen (Zahnstocher-Trick)
Sobald der Leim drauf ist und du anfängst zu zwingen, will das Griffbrett auf dem nassen Leim umherrutschen und ist schwer in Position zu halten.
Der Trick: Fixiere die beiden mit einem Zahnstocher zueinander.
Nutze eines der Löcher für die Bundmarkierungen, die du gerade gebohrt hast.
Treib den Zahnstocher durch das Markierungsloch in den Hals. (Wir knipsen ihn später ab.)

Der Zahnstocher ist an der breitesten Stelle 2,2 mm.

Er läuft zur Spitze hin schmaler zu, also passt ein 2-mm-Bohrer für das Vorbohrloch.
Stapel das Griffbrett auf den Hals und zwing sie zusammen.
Bohr durch das Markierungsloch am letzten Bund nach unten in den Hals.

Heb das Griffbrett ab — das Loch reicht jetzt in den Hals hinein.
Steck einen Zahnstocher hinein.

* Für eine noch bessere Ausrichtung machst du dasselbe nahe dem Ende am 1. Bund. Ich habe diesmal nur das Ende am letzten Bund gemacht.
Das Griffbrett festleimen
Wieder Titebond. Die Vorbereitung ist hier entscheidend.
Mit einer „wird schon passen“-Einstellung reinzugehen, wird ganz schnell zur Panik (aus eigener Erfahrung), also richte zuerst alles ordentlich her.
Vorbereitung
Bevor du Leim aufträgst, rau beide Klebeflächen mit Schleifpapier an.
Das erhöht die Haltefestigkeit.
Nimm grobes Papier (#80 hat bei mir funktioniert) für die Halsfläche.

Dasselbe Anrauen auf der Unterseite des Griffbretts.

Wieder Titebond. Um es mir leichter zu machen, habe ich Folgendes bereitgelegt:
– Titebond
– Gummihandschuhe (sonst werden deine Hände zur Sauerei)
– Einen feuchten Lappen (zum Abwischen des herausquellenden Leims)

Klebe Bereiche ab, an die kein Leim soll.
Tape über den Halsstab und entlang der Halsseiten.

Halte ein Restbrett als Druckklotz bereit (damit die Zwingen keine Dellen in die Griffbrettoberfläche drücken).

Vorbereitung fertig.
Verleimen
Trag den Titebond auf.
Gib Leim auf den Hals und verteil ihn mit der Hand über die gesamte Klebefläche.

Geleimt — jetzt zieh das Abklebeband über dem Halsstab ab.

Leg das Griffbrett oben auf.
Treib den Zahnstocher als Ausrichtstift durch das Markierungsloch am letzten Bund.

Leg den Rest-Druckklotz oben auf das Griffbrett (zum Schutz der Oberfläche) und zwing kräftig zu.
Zieh die Zwingen an — richtig fest ist okay.
Ohne den Zahnstocher würde das Griffbrett überall hinrutschen.
Ich habe nur einen Zahnstocher benutzt (Ende am letzten Bund), das Ende am 1. Bund konnte also noch verrutschen, aber das war nicht schlimm — ich konnte es ohne große Mühe dorthin bekommen, wo ich es haben wollte.

Seitenansicht.

Wisch den herausgequollenen Leim mit einem feuchten Lappen ab.
Jetzt geht das leichter als nach dem Aushärten.

Über Nacht stehen lassen.

Griffbrett auf den Hals geleimt.

Knips den Ausricht-Zahnstocher mit dem Seitenschneider bündig ab.

Das war’s mit dem Aufleimen des Griffbretts auf den Hals.
Und damit ist die Erste Hälfte abgeschlossen!
Läuft soweit gut?
Was als Stapel Holz angefangen hat, wird langsam zu einer Gitarre.
In der Zweiten Hälfte gibt es mehr Arbeit Teil für Teil, aber sie ist auch die Phase, in der Hals und Korpus endlich zusammenkommen — und es fängt richtig an, wie eine Gitarre auszusehen.
Es braucht Zeit. Nichts überstürzen. Einfach ruhig und sorgfältig arbeiten.
Ehrlich gesagt — komplett ohne Fehler bis zur Ziellinie zu kommen, ist quasi unmöglich (zumindest bei mir).
Manchmal ist der richtige Schritt, einfach in den sauren Apfel zu beißen und etwas neu zu machen (zumindest bei mir).
Okay — weiter zu Bau & Montage [Zweite Hälfte]!
Bau & Montage [Zweite Hälfte] (6) — Das hintere Tonabnehmerfach fräsen
Die Erste Hälfte war hauptsächlich Halsarbeit — jetzt wechseln wir zum Korpus.
Zuerst: das Fach für den hinteren (Steg-)Tonabnehmer fräsen. (Im Bild unten eingekreist.)

Werkzeug: Kantenfräse.
Die Fräse vorbereiten
Fürs Tonabnehmerfach machen wir zuerst eine Schablone, die die Fräse führt.
1. Schneide die „ideale Tonabnehmerfach-Form“ aus einer leicht zu bearbeitenden Platte (z. B. MDF) aus — das ist deine Schablone.
2. Leg sie oben auf den Korpus und fräse daran entlang.
So läuft der Arbeitsablauf.
Für die Schablone habe ich MDF benutzt.
Eine 9 mm dicke Platte im Baumarkt gekauft (453 Yen).

Das Fach nimmt den Tonabnehmer auf, also habe ich zuerst die Maße des Tonabnehmers geprüft.
Tonabnehmer bei Amazon gekauft (2er-Set für 6.730 Yen).
Die Maße stehen auf der Produktseite, aber ich habe zur Sicherheit nachgemessen.

Danach das Fach von dort aus bemessen.
Grob jede Seite + 3 mm Spiel.
Zieltiefe: etwa 25 mm. (Der Tonabnehmer hängt von vorne an Schrauben, also passt es, solange er komplett ins Fach absinkt.)

Markiere die Fachkontur auf dem MDF.

Jetzt die Öffnung aussägen.
Stichsäge — aber zuerst brauchen wir ein Startloch fürs Sägeblatt. Bohr es.

Mit gebohrtem Startloch das Stichsägeblatt einführen.
Säge entlang der markierten Linie.

Schablonenöffnung ausgesägt.

Das Fach fräsen
Fräse das Fach aus.
Leg die Schablone oben auf den Korpus und zwing sie zusammen.

Zuerst den groben Abfall ausbohren
Ein tiefes Fach in einem Rutsch auszufräsen, ist hart für den Fräser und birgt das Risiko, dass er bricht.
Also tauchen wir ein paar mm nach dem anderen ein — und um es leichter zu machen, bohren wir vorab so viel Abfall wie möglich aus.
Viele Löcher, wie auf dem Foto.

Auf die Schablone fräsen
Nimm einen Fräser mit Anlaufring (8 mm Durchmesser) — siehe Foto.
(In meinem Fall ist der Schneidendurchmesser etwas kleiner als der Durchmesser des Anlaufrings, sodass der Schnitt ein paar Millimeter innerhalb der Schablonenkante sitzt.)

Zeit zu fräsen.
Senk den Fräser jeweils etwa 3 mm ab.

Mehrere Durchgänge später — runter auf die Zieltiefe von 25 mm.

Weil der Anlaufring größer ist als die Schneide, endet der Schnitt einen Hauch innerhalb der Linie. Um genau auf die Linie zu kommen, habe ich einen Nachlauf mit einem 6-mm-Fräser ohne Anlaufring gemacht. Ein bisschen Behelf, aber es hat funktioniert.
Ab einer gewissen Tiefe kommt der Fräser mit aufgelegter Schablone nicht mehr ran, also nimm die Schablone ab und arbeite den tieferen Teil direkt fertig.
Fach bis zur Design-Linie gefräst.

Leg den Tonabnehmer zur Probe ein.

Sitzt perfekt.
Hinteres Tonabnehmerfach: fertig.
Das Fach für den Hals-(vorderen)-Tonabnehmer wird gefräst, nachdem der Hals montiert ist.
Bau & Montage [Zweite Hälfte] (7) — Den Hals formen
Mach den Hals bereit, um ihn mit dem Korpus zu verbinden.
Hals und Griffbrett sind bereits miteinander verleimt (siehe Bau (5) — Das Griffbrett aufleimen):

Zuerst den Ausricht-Zahnstocher mit dem Seitenschneider abknipsen.

Die Verbindungsfläche zwischen Hals und Korpus plan schleifen
Der Halsfuß (die Fläche, die auf den Korpus trifft) muss eben sein.
Aktuell ist er uneben (siehe Foto) — schleif ihn auf eine ebene Fläche runter.

Leg Schleifpapier auf eine ebene Referenz (ein gerades Brett) und reib die Halsfläche daran.
Verteil dein Gewicht gleichmäßig, damit nichts kippt.

Prüf häufig, dass du nicht schief schleifst.

Leg ein Metalllineal quer an, um die Ebenheit zu prüfen.
Längs und quer — beide messen quasi eben.

Die Halsseiten plan schleifen
Jetzt die Halsseiten.
Trimm die Seiten des Halses bündig zu den Griffbrettkanten (siehe Foto).

Ich habe die Kantenfräse benutzt.
Die Griffbrettkante diente als Führung.

Das Kopfplattenende ist fertig.
Kleine Unregelmäßigkeiten werden später beseitigt — lass sie vorerst.

Jetzt das Fußende.
Die Griffbrett-„Führung“ endet an der Stelle auf dem Foto.
(Ich habe versucht, darüber hinaus weiterzufräsen, und den unten beschriebenen Fehler gemacht. Ab diesem Punkt würde ich empfehlen, einfach von Hand zu schleifen.)

<Fehler>
Ich habe versucht, weiterzufräsen, wo das Griffbrett nicht mehr reichte, und am Ende so überfräst …

Lektion gelernt — auf Planschleifen mit dem Schleifer umgestiegen.

Bring die Seitenflächen (wo der Hals auf den Korpus trifft) so eben wie möglich.
Mit einem Stahllineal prüfen — sieht gut aus.

Halsseite für die Korpusverbindung vorbereitet.
Bau & Montage [Zweite Hälfte] (8) — Die Halstasche im Korpus fräsen
Die Halsseite ist geformt (Bau (7)).
Jetzt formen wir den Korpus so, dass er sie aufnimmt.
Wir fräsen die Halstaschen-Aushöhlung (unten eingekreist).

Taschentiefe laut Design: 32,3 mm.
Werkzeug: Kantenfräse.

Die Fräse einrichten
Positionier den Hals dort, wo er auf dem Korpus sitzen soll, und zwing ihn fest.
Leg ein langes Lineal entlang des Griffbretts, um sicherzugehen, dass der Hals genau auf der Mittellinie des Korpus sitzt.
Lass dir hier Zeit — das entscheidet darüber, ob der Hals am Ende gerade sitzt.

Leg ein Stahllineal entlang der Mittellinie des Korpus und bestätige, dass die Griffbrettmitte genau darauf liegt.

Mit dem Hals in fixierter Position legst du Restholzstücke rundum dicht an ihn an und zeichnest so die Halskontur nach.
* Alle Restholzstücke sollten gleich hoch sein — sie werden die Führung der Fräse.

Zwing die umliegenden Restholzstücke fest, dann heb den Hals heraus.
Fräse einsatzbereit eingerichtet.
Fräsen
Gleicher Trick wie zuvor — bohr zuerst den Großteil des Abfalls aus, um die Last der Fräse zu verringern.
Dann auf Tiefe fräsen.
Nutz die umliegenden Restholzstücke als Anschlag für die Fräse.
Tauch jeweils ein paar Millimeter ein — nicht die volle Tiefe in einem Durchgang.

Halstasche gefräst.

Die Tiefe stimmt.

Den Hals zur Probe einsetzen (noch ohne Leim).
Hm — am Halsfuß ist ein Spalt (siehe Bild).

Das liegt daran, dass der Fräser in den Innenecken der Korpustasche einen kleinen Radius hinterlässt, der Halsfuß aber rechtwinklige Ecken hat — die rechtwinklige Ecke kann nicht in den Radius einsitzen.

Form den Halsfuß so um, dass er voll einsitzt.
Den Halsfuß umformen
Trimm die Ecken des Halsfußes zurück, damit sie den Radius in der Tasche freigeben.
(Ein bisschen Übertrimmen ist hier okay — das vordere Tonabnehmerfach frisst diesen Bereich ohnehin auf.)

Ich habe die Ecken mit einer Sägeraspel abgetragen.
Jetzt sitzt er voll ein — kein Kontakt in den Ecken.

Die Seitenpassung ist nicht perfekt, aber ich befinde sie für gut.

Die ganze Gitarre an diesem Punkt.
Sie fängt an, wie das fertige Ding auszusehen — die Motivation steigt.

Vorderes Tonabnehmerfach (vorläufig)
Fräse das vordere Tonabnehmerfach jetzt auch.
Allerdings wird dieser Bereich nach dem Anleimen des Halses nochmal nachgefräst, also könntest du auch warten und es dann machen (Bau (12)).
Es ist leichter, am Korpus ohne angesetzten Hals zu arbeiten, also habe ich es schon mal grob ausgearbeitet.

Verwende die Schablone vom hinteren Tonabnehmer wieder, zwing sie fest,

und fräse.

Vorderes Tonabnehmerfach in Form.

Verbindungsbereich von Korpus und Hals: gefräst und bereit.
Bau & Montage [Zweite Hälfte] (9) — Die Bundmarkierungen setzen
Zeit, die Bundmarkierungen (Inlays) einzusetzen.
Ich habe Perlmutt-Dots bei Amazon gekauft.

Die Löcher auf der Vorderseite wurden schon in Bau (4) gebohrt, also gib einfach Sekundenkleber in jedes Loch.

Setz einen Dot ein.

Klopf ihn mit einem Hammer fest.
Leg ein Stück Restholz zwischen Hammer und Dot, um keine Spuren zu hinterlassen.

Ein Dot auf der Vorderseite drin.
Wiederhol das für die anderen Bünde.
Dots dürfen einen Tick überstehen — wir schleifen sie später bündig.

Jetzt die seitlichen Dots.

Bohr passende Löcher in die Seite des Griffbretts.

Löcher gebohrt.

Wie auf der Vorderseite — Sekundenkleber in jedes Loch geben.

Setz die Dots ein, klopf sie fest.

Seitliche Dots drin.

Schleif die überstehenden Dots bündig.

Seitliche Dots auch geschliffen.

Bundmarkierungen drin.
Bau & Montage [Zweite Hälfte] (10) — Die Rückseite des Korpus fräsen
Jetzt bearbeiten wir die Rückseite des Korpus.
Die Hauptaufgabe ist das Fach hinter den Volume-/Tone-Reglern und das zugehörige Fräsen drumherum.
Was wir in diesem Abschnitt fräsen
Auf der Korpusrückseite fräsen wir die Merkmale 1 bis 5 unten.

Wichtigstes Elektrowerkzeug: die Kantenfräse.
Die Fräse kommt im DIY-Alltag nicht oft zum Einsatz, aber fürs Gitarrenbauen, wo man Fach um Fach fräst, ist sie unverzichtbar.
1. Das Fach fräsen
Mach noch eine MDF-Schablone.
Übertrag die Fachkontur aus der Rückansicht-Zeichnung.

Zeichne die Form auf das MDF.

Säge sie mit der Stichsäge aus dem MDF aus.
Bohr zuerst ein Startloch, dann säge entlang der Linie.

Schleif die Kanten sauber.

Schablone fertig.

Prüf die Position, indem du die Rückansicht-Zeichnung auf den Korpus legst.

Wenn die Position stimmt, zwing die Schablone fest.
Zieltiefe: 36 mm.
Damit bleiben 8 mm Korpusholz unter den Volume-/Tone-Reglern.

Um der Fräse Arbeit zu sparen, bohr eine Reihe Löcher innerhalb des Fachbereichs.

Fräse auf die Schablone.

<Randnotiz>
Eine relativ große Öffnung wie diese zu fräsen, wird in der Mitte des Fachs unhandlich.
(Die kleine Grundplatte der Fräse liegt am Ende nur zur Hälfte auf der Schablone auf, wodurch sie kippelt.)
Eine größere Acryl-Zusatzplatte für die Fräse behebt das.
Neugierig? Sieh dir den Artikel unten an.


Mit der größeren Zusatzplatte gefräst.

Mit Stemmeisen und Schleifpapier sauber machen.

Fach gefräst.

Hier sitzen die Volume- und Tone-Regler.
2. Die Löcher für Volume-/Tone-Regler bohren
Miss die Achse des Volume-Potis.
7,7 mm Durchmesser.

Bohr 8 mm.
Geh nicht direkt mit dem 8-mm-Bohrer ran — fang mit etwa 2 mm an und steigere dich.

Volume- und Tone-Löcher gebohrt.

Setz ein Poti zur Probe ein.
Eine Sache — brich die kleine Verdrehsicherungs-Nase auf dem nächsten Foto mit der Zange ab; sie ist im Weg.

Probe eingesetzt.
Sieht gut aus.

Jetzt das Loch für den Pickup-Wahlschalter.
Ich habe den Wahlschalter nah an die Volume-/Tone-Regler gesetzt, um die Verkabelung einfach zu halten.
Die Schalterachse misst 11,4 mm.

Bohr 10 mm und weite es dann mit einer konischen Reibahle auf Maß auf.

Den Wahlschalter zur Probe montieren.

Die Länge war etwas knapp, aber er lässt sich montieren.

3. Verkabelungslöcher und -kanal
Führ die Tonabnehmer-Kabel zur Seite des hinteren Fachs durch.
Die Tonabnehmer-Zuleitung misst 4,3 mm Durchmesser.

Bohr ein 5-mm-Loch.

Das Loch kommt ins vorderseitige Tonabnehmerfach durch, wie auf dem Foto.
(Ich habe von hinten gebohrt und die Position hat einigermaßen gepasst, aber mit Spielraum für Fehler ist Bohren von vorne wahrscheinlich sicherer.)

Tonabnehmer-Kabel durchgeführt — so sieht es auf der Rückseite aus.

Dieses Kabel muss das hintere Fach erreichen, das wir gerade gefräst haben.
Also fräsen wir einen Kanal entlang des unten eingekreisten Wegs.

Wieder die Kantenfräse.
Nimm ein Stück Restholz als Führung und führ die Fräse daran entlang.

Ein paar mm pro Durchgang, und der Kanal ist gefräst.

4. Loch für die Ausgangsbuchse
Bohr das Loch für die Ausgangsbuchse (Klinkenbuchse).
Ungefähr an der Stelle auf dem Foto.
Die Buchsenkabel binden ebenfalls ins Volume-/Tone-Fach zurück.

Die Buchse misst 20 mm.
Sie wird an der Buchsenplatte montiert.

Du brauchst ein Loch von mindestens 20 mm.
Ich habe einen 22-mm-Forstnerbohrer benutzt.
Einen Bohrer nur für ein Loch zu kaufen, fühlt sich ein bisschen verschwenderisch an, aber ich habe keine bessere Lösung gefunden …

Bohr von der Seite hinein.

Durchgangsloch gebohrt.

5. Absatz für den Rückdeckel
Damit eine bündige Fläche für den Deckel des hinteren Fachs entsteht, setz den im Diagramm blau gezeigten Bereich tiefer.

Mach noch eine Schablone,

und fräse.

Absatz für den Rückdeckel gefräst.

Tiefe: etwa 3 mm.

Fräsen der Korpusrückseite — abgeschlossen.
Bau & Montage [Zweite Hälfte] (11) — Hals und Korpus formen
Zeit, Hals und Korpus zu formen.
Die Halsrückseite schnitzen
Schnitz das gerundete Rückenprofil des Halses.
Hauptwerkzeug: eine Sägeraspel.
Einmal abgetragenes Material lässt sich nicht zurückbringen, also geh langsam vor.
Zwing den Hals fest,

und fang an, mit der Sägeraspel zu schnitzen.

Eine Seite grob angelegt.
Festes Einspannen lässt dich wirklich nur aufs Schnitzen konzentrieren.

Ein alter Trick von Gitarrenbauern — wickel ein Gummiband um den Hals und du kannst das Querschnittsprofil auf einen Blick ablesen.
Dieses Foto sagt mir, dass ich noch mehr Holz abtragen muss.

– Die Krümmung des Gummibands prüfen
– Den Hals greifen und Dicke / Form fühlen
und weiterschnitzen.
Mit der Raspel ordentlich was abgetragen.

Mit Schleifpapier verfeinern.
Ich habe mit #80 (grob) angefangen.

Mach unterwegs den Grifftest und form so lange, bis es sich richtig anfühlt.
An diesem Punkt habe ich auch einen Durchgang mit mittleren Körnungen (#120, #240) gemacht.

Wenn sich der Griff richtig anfühlt, bist du fertig.
Den Korpus konturieren und schleifen
„Konturieren“ ist das Wegschnitzen am Korpus, das dafür sorgt, dass die Gitarre bequem am Körper des Spielers anliegt.
Hier machen wir die hintere Kontur — die Mulde auf der Korpusrückseite, an der der Bauch des Spielers ruht.
Zeichne den wegzuschnitzenden Bereich mit Bleistift an.
Mit aufgezeichneten Linien lässt sich der Fortschritt leichter verfolgen.
Wieder die Sägeraspel.

(Ich habe auch ein Stemmeisen probiert — aber als Hobbyist lief das nicht gut.)

Am Ende habe ich nur die Raspel benutzt.

Mit #80-Schleifpapier verfeinern.

Wenn ich schon dabei bin, habe ich auch die Korpusseiten geschliffen.

Kontur fertig.

Nächster Schritt — das Verbinden von Hals und Korpus.
Bau & Montage [Zweite Hälfte] (12) — Den Hals an den Korpus andocken
Jetzt leimen wir den Hals auf den Korpus.
Wenn das erledigt ist, trimmen wir das übrige Korpusmaterial, formen die Rundungen der Vorderseite und fräsen das vordere Tonabnehmerfach.
Den Hals an den Korpus leimen
Zuerst trocken zusammenstecken als Plausibilitätscheck.

Leg ein Lineal quer übers Griffbrett und prüf die Höhe.

An der Stegposition beträgt die Höhe 12,5 mm (die Saitenlage kommt oben noch ein paar mm dazu).

Damals habe ich mir gesagt „super, genau im Ziel!“ — aber im Nachhinein hätte das etwa 5 mm höher sein sollen.
Wie ich unten erkläre, ist der Steg bei dieser Höhe für eine ideale Saitenlage am Anschlag (mindestens 12,7 mm).
Das heißt, mir fehlt der Spielraum, ihn noch weiter abzusenken.

Aus diesem Grund wurden die Bauplan-Dateien im „Planung“-Artikel aktualisiert:
– Halswinkel von 1,5 Grad auf 3 Grad geändert.
Wie auch immer — zurück zum Leimen.
Rau die Klebeflächen mit grobem Papier an, um die Haftung zu verbessern.

Auf der Halsseite dasselbe.

Titebond auftragen …

Zwingen.
Nimm ein Restbrett zwischen Zwinge und Griffbrett, damit die Zwinge keine Delle hineindrückt.
Wisch den herausgequollenen Leim so weit wie möglich ab — einmal ausgehärtet, ist er mühsam zu entfernen.

Eine Nacht später — Titebond hat seinen Job gemacht, Hals und Korpus sind fest verbunden.

Übriges Material trimmen und die Vorderseite konturieren
Mit angesetztem Hals machen wir noch eine Runde Formgebung.
Übriges Material trimmen
Jetzt, wo der Hals geleimt ist, kann das übrige Korpusmaterial, das wir vorhin stehen gelassen haben (unten gezeigt), endlich getrimmt werden.

Probier’s mit der Stichsäge — aber das Griffbrett ist im Weg und bringt dich nur so weit.

Mach mit einer Handsäge fertig.

Setz Entlastungsschnitte (siehe Foto) und entferne das Material stückweise.

Die Schnittflächen sind rau — wickel Schleifpapier um ein Stäbchen und putz sie sauber.

Schön glatt gemacht.

Jetzt machst du den Zugang zu den oberen Bünden bequemer, indem du den rot eingekreisten Bereich zurückschnitzt.

Sägeraspel,

dann Schleifpapier zum Glätten.
Schön fließende Kurve.

Die Vorderseite konturieren
Rund die Oberseite des Korpus ab.
Schnitz Material aus dem auf dem Foto pink gezeigten Bereich heraus, um die vordere Kontur zu schaffen.
(Bleibt dir überlassen — reine Optik.)

Sägeraspel.

Schnitz so lange, bis die Kurve richtig aussieht, und kontrolliere ständig mit dem Auge.
Dann ein kurzes Anschleifen zum Glätten (die endgültige Oberfläche kommt später).
Korpusvorderseite grob konturiert.

Vorderes Tonabnehmerfach (endgültig)
Durch das Anleimen des Halses wurde ein Teil des vorhin gefrästen vorderen Tonabnehmerfachs verdeckt.
Fräse das vordere Tonabnehmerfach jetzt richtig nach.

Wieder fräsen — gleiche Routine, bohr zuerst den Großteil des Abfalls aus.

Leg die Schablone an, um die Fräse zu führen.
Der Hals ist schon angeleimt, also steht das Griffbrett hoch — um die Schablone eben zu halten, unterleg den im Diagramm gepunkteten Bereich mit Restholz.

Fräse an der Schablone entlang.
Es braucht noch etwas mehr Tiefe, aber mit aufgelegter Schablone ist das so tief, wie der Fräser reicht.

Also habe ich die Schablone abgenommen und weitergefräst — mit dem bereits gemachten Schnitt als Führung.


Den Tonabnehmer zur Probe einsetzen — fällt sauber rein.

Vorderes Tonabnehmerfach: fertig.
Bau & Montage [Zweite Hälfte] (13) — Den Griffbrettradius schleifen
Schritt, bei dem das flache Griffbrett ein gewölbtes (radiusförmiges) Profil bekommt, wie auf dem Foto.
Auf den ersten Blick denkst du — das kann man doch unmöglich von Hand sauber hinbekommen, oder?
Aber —

Du kannst Radiusblöcke kaufen — Holzblöcke mit gewölbter Fläche zum Formen von Griffbrettern.
Die Zahlen („254“, „305“) sind der Radius in mm: kleiner = stärker gewölbt, größer = flacher.
Übliche Griffbrettradien:
Fender: 184 mm
Gibson: 305 mm
PRS: 254 mm
Meine Hauptgitarre ist eine PRS, also habe ich für dasselbe Spielgefühl 254 mm genommen.
(Nimm welchen Radius du willst.)

Kleb Schleifpapier mit doppelseitigem Klebeband auf die 254-mm-Seite.
Grobes Papier — #80.

Zwing die Gitarre fest,

und schieb den Radiusblock auf dem Griffbrett vor und zurück.

Verlager deinen Druck nicht auf eine Seite — halt ihn gleichmäßig.
Beobachte dabei das Schleifbild.

So lange runtergeschliffen, bis keine flachen Stellen mehr übrig sind.

Steiger dich durch feinere Körnungen zum Finish.
#120 zu #240 zu #400 zu #800 zu #1500.

Am Ende ist das Griffbrett glasglatt und fühlt sich super an.
Griffbrettradius: fertig.

Ein kurzer allgemeiner Schleifdurchgang über die ganze Gitarre.

Die Kanten auch.
Nimm die Sägeraspel, wo sie hilft.

Auf der Halsrückseite dasselbe.

Griffbrettradius und Gesamtschliff: fertig.
Bau & Montage [Zweite Hälfte] (14) — Die Bünde setzen
Zeit, die Bünde in die Schlitze zu treiben.
Beim Schleifen des Griffbretts hat sich Sägestaub in die Bundschlitze gepackt — räum die zuerst mit der Spitze der Bundsäge aus.

Schlitze sauber, leg einen Bund ein,

stütz den Hals auf einem Holzklotz ab und klopf dann den Bund mit einem Kunststoffhammer ein.

Erster Bund drin.
* Stell sicher, dass er ganz bis aufs Griffbrett heruntersitzt.

Treib die restlichen genauso ein.

Bis hin zum letzten Bund.

Die Bünde stehen seitlich über das Griffbrett über — knips sie mit dem Seitenschneider ab.

Eine Seite von Bund 1 abgeknipst.

Trimm jeden Bund genauso bis zum letzten.

Greif mal den Hals und du merkst — die Bundkanten beißen sich in die Finger, völlig unspielbar.
Bei einer Fabrikgitarre sind diese Kanten verrundet, damit sie glatt sind.
Feil die Bundkanten mit einer Feile herunter.
Das nächste Foto zeigt eine normale Feile, aber es gibt auch spezielle Bundkanten-Feilen.

Du willst nicht deine schöne Griffbrettoberfläche anfeilen, also nimm das Metall-Schutzblech, das einer Bundfeile beiliegt (so angesetzt),

und verrunde die Bundenden.
Mühsame Arbeit, aber ein entscheidender Schritt für die Bespielbarkeit — leg Musik auf und arbeit dich einfach durch.

Zum Schluss mit Schleifpapier für eine glatte Oberfläche.

Alle Bünde verrundet.

Leg ein Stahllineal über die Bundoberseiten — bestätige, dass sie eben sind.
Wenn ein Bund nicht ganz sitzt und höher als seine Nachbarn übersteht, bekommst du schlechte Töne.
Beispiel: Wenn Bund 10 übersteht, klingt beim Greifen von Bund 9 vielleicht trotzdem der Ton von Bund 10.

Bünde — gesetzt.
Und das war das Ende von Bau & Montage [Zweite Hälfte].
Gut gemacht!
Die Form steht im Grunde.
Was bleibt, ist das Finish — Lack und Teile.
Finish (1) — Lackieren und Oberflächenfinish
Zeit zu lackieren.
Bei einer E-Gitarre ist die Optik ein riesiger Teil des Ganzen.
Lackieren ist persönlich einer meiner Lieblingsteile bei jedem Projekt — Gitarre oder nicht.
Es kommt nicht immer so raus, wie du es dir vorgestellt hast, aber das gehört zum Spaß dazu. Genieß es!
Für diesen Bau:
– Wasserbasierter Lack
– Pinsel und Lappen (keine Sprühdosen)
– Finish im Sunburst-Stil
– Wasserbasierter Klarlack für eine glänzende Deckschicht
So ist der Plan.
„Sunburst“ — ein Finish, bei dem die Farbe von hell in der Korpusmitte zu dunkel an den Rändern verläuft.
… Worte bringen einen nur so weit, also
<So sieht es am Ende aus>
Das fertige Finish unten.

Lackvorbereitung
Eine Fläche nach der anderen zu lackieren wird mühsam, also habe ich die Gitarre mit Draht durch die Mechaniklöcher an der Wäschestange aufgehängt.

Das Griffbrett wird nicht lackiert, also kleb es ab.

Als Grundierung habe ich „Tonoko“ (japanischer Tonstein-Holzfüller) benutzt.
Es gleicht die Farbaufnahme aus, aber hauptsächlich wollte ich eine saubere Grenze an der Kante zwischen Korpusoberseite und -seite für die „Binding“-Optik-Linie — Tonoko hält die Kante scharf, statt zu verlaufen.
(Schleifgrund (Sanding Sealer) sollte einen ähnlichen Effekt geben.)

Trag das Tonoko mit dem Pinsel auf.

Ganze Gitarre überzogen.

Wenn es trocken ist, geh leicht mit Schleifpapier drüber und wisch dann mit einem Tuch ab. (Es staubt — ich habe das draußen gemacht.)

Für die Linie an der Grenze zwischen Korpusoberseite und -seite ist mein Plan, diesen Bereich „unlackiert“ zu lassen, sodass das blanke Holz durchscheint.
Dafür klebst du einen 3 mm breiten Streifen mit Abklebeband ab.

Führ das Tape an den Korpusseiten entlang.

3-mm-Abklebeband rund um den gesamten Umfang aufgebracht.

Lackvorbereitung abgeschlossen.
Lackieren
Mit wasserbasierter Farbe lackieren, mit dem Pinsel aufgetragen und mit Lappen verarbeitet.
Die Rückseite der Gitarre lackieren
Ich wollte ein Weinrot, aber das Weinrot direkt aus der Dose war etwas zu hell, also habe ich einen Hauch Schwarz untergemischt.

Lackier die Korpusrückseite, die Seiten und den Hals.

Rückseite lackiert.

Die Korpusvorderseite lackieren — wasserbasierter Sunburst
Die Vorderseite des Korpus — der Geldschuss — bekommt einen Sunburst-Verlauf.
Farbe kam zu hell raus — Fehlschlag
Erster Versuch — viel heller und knalliger, als ich wollte (siehe Foto).

Ich hätte es fast so gelassen, weil ich die Arbeit schon gemacht hatte, aber nein — von vorne.
Als der Lack getrocknet war, habe ich ihn wieder abgeschliffen.

Sunburst mit wasserbasierter Farbe
Für den Verlauf habe ich vorab eine Reihe Farben von dunkel (Außenrand) bis hell (Mitte) gemischt.
Grundfarben: Gelb, Weinrot, Schwarz.
Ich habe sie wie gezeigt gemischt, um eine Abfolge von Gelb zu Schwarz zu bekommen.

Trag sie auf, beginnend mit der dunkelsten am Rand.
Die dunkelste Farbe habe ich zuerst rund um den Rand aufgetragen, mit einem Lappen.

Dann die zweitdunkelste mit dem Lappen einarbeiten.

Verblende die Grenze durch Reiben mit einem farbgetränkten Lappen.
Falls du denkst „äh, das ist doch schon getrocknet, das kann ich nicht mehr verblenden“ — reib weiter. Die Grenze wird mit Beharrlichkeit wirklich weicher.
Der Trick für weiche Übergänge ist einfach — weiterreiben, nicht aufgeben.
Zweite Farbe drauf.

Dritte Farbe, dabei verblendet.

Vierte Farbe: Orange.

Als das Orange drauf war, merkte ich — eigentlich will ich den weinroten Ring auch näher an die orangene Mitte rücken!

Kurskorrektur — Orange über den weinroten Ring legen.
Ja — deutlich besser.

Korpusvorderseite lackiert — fertig.
Den Glanzlack fügen wir später hinzu.

Die Kopfplatte lackieren
Die Kopfplatte ist durchgehend Schwarz.
Kleb die Seiten ab,

und leg Schwarz auf.
Deckfarbe = einfacher Modus.

Kopfplatte lackiert: fertig.
„Binding“-Akzentlinie an den Korpusseiten
Die Akzentlinie an den Korpusseiten ist einfach blankes, unlackiertes Holz.
Da ich sie vor dem Lackieren abgeklebt habe, sollte das Abziehen des Tapes alles sein, was ich tun muss — aber …

… ein bisschen Farbe ist doch unters Tape gekrochen.

Schleif die durchgekrochene Farbe ab.

Sauber gemacht.

Die Farbschichten sind fertig.
Ab hier Klarlack + Polieren für den Glanz.

[Hochglanz-Finish] Lackieren und polieren
Die Farbe sitzt — jetzt gehen wir mit Klarlack und Muskelschmalz auf einen glasartigen Glanz los.
Lackieren, schleifen, lackieren, schleifen. Wiederholen.
Steiger die Körnung: #400 zu #800 zu #1500 zu #2000.
Dann weiter zur Politur: #3000 zu #7500 zu #9800 — immer feiner.
Der Glanz, den du dabei herausbekommst, ist echt beeindruckend — den Aufwand absolut wert.
Wie beim Farblack bin ich auch beim Klarlack auf wasserbasiert gegangen.

Streich Klarlack über die ganze Gitarre.
Halt das Griffbrett abgeklebt.

Warte, bis er trocknet.
Profi-Tipp — damit der Pinsel nicht eintrocknet, verschließ ihn in einem Zipperbeutel.
So ist er am nächsten Tag noch weich und einsatzbereit.

Wenn er trocken ist, schleifen.
Fang mit #400 an.
Schleif mit einer polierenden Bewegung.

Beim Schleifen bleibt ein kreidig-weißer Belag zurück (siehe Foto) — mach dir in diesem Stadium keine Sorgen darum.

Mit einem Lappen abwischen.
Das ist ein Zyklus. Wiederhol ihn mit feineren Körnungen.

Zweite Klarlackschicht.

Wenn sie trocken ist, steiger auf #800 und schleif erneut.

Nach #800.
Der Glanz baut sich auf. Fürs Alltags-DIY wäre hier Schluss — aber das ist eine E-Gitarre, also machen wir weiter.

Wiederhol den Klarlack-Zyklus und arbeite dich durch #400, #800, #1500, #2000.

Oberflächenfortschritt bei jedem Schritt.
Die Unebenheiten verschwinden und die Oberfläche wird glasiger.

Nachdem du beim Schleifpapier bei #2000 angekommen bist, wechsel zur Politur.
Politur ist eine Paste mit Schleifkorn darin.
Ich habe Auto-Kratzerentferner-Politur benutzt.

Arbeite dich durch #3000, #7500, #9800.
Nimm den beiliegenden Schwammauftrager über die ganze Gitarre und wisch dann mit einem Lappen ab.

Oberfläche bei #3000, #7500, #9800.
Auf Fotos schwer einzufangen, aber der Glanz wird immer tiefer.

Lack- und Hochglanz-Finish — fertig!
Zieh das Abklebeband vom Griffbrett ab.

Und da ist es — ein Finish im Sunburst-Look aus wasserbasiertem Lack, wasserbasiertem Klarlack, Pinseln und Lappen. Keine Sprühdosen nötig.

Die Rückseite ist weinrot. Das Polieren mit der Politur zahlt sich echt aus — wunderschöner Glanz.

Der Gitarrenbau ist auf der Zielgeraden — als Nächstes: die Teile.
Finish (2) — Die Teile montieren
Lack ist fertig.
Zeit, die Teile zu montieren.
Jetzt so kurz vor fertig!
Mechaniken
Montier die Mechaniken. (Das Foto unten ist, wo dieser Abschnitt endet.)

Die Löcher in der Kopfplatte sind bereits gebohrt — hier geht’s also nur ums Einbauen der Mechaniken.

Schieb die Mechanik von unten durchs Loch nach oben …

dann sicher sie mit der Mutter von oben.
Mit einem Steckschlüssel kannst du anziehen, ohne die Vorderseite der Gitarre zu zerkratzen.
(Ein normaler Schlüssel geht auch — pass nur rund um den Lack auf.)

Mit dem Steckschlüssel anziehen.
Zieh nicht mit aller Kraft an. Glaub mir — ich habe damit schon mal Holz zerquetscht.

Alle sechs Muttern angezogen.

Dreh die beiliegenden Schrauben auf der Rückseite ein, um sie zu fixieren.

Mechaniken eingebaut.
Saitenhalter — und vergiss den Masse-Draht für den Steg nicht
Jetzt der Saitenhalter.

Saitenhalter und seine Bolzen.
Die Bolzen werden in den Korpus gepresst, und der Saitenhalter sitzt oben drauf.

Bestätige die Position.
Leg den Bauplan über den Korpus und prüf mit einem Lineal.
Der Saitenhalter sitzt etwa 40 mm hinter dem Steg.

Mit bestätigter Position legst du Abklebeband über den Korpus und markierst die Position auf dem Tape.

Das Foto zeigt die Position des Saitenhalters.

Markiere jede Bolzenloch-Position mit einem Marker, damit wir sie bohren können.

Der Bolzendurchmesser misst mit dem Messschieber 11,5 mm (der glatte Teil, nicht der gerändelte Abschnitt).
Also brauche ich ein 11,5-mm-Loch — aber einen Bohrer in der Größe habe ich nicht …

Einen 11,5-mm-Bohrer gekauft — im DIY braucht man so eine Größe selten.

Kleb vor dem Bohren Abklebeband über die Stelle — dann bekommst du ein sauberes Loch.
Ohne reißt die Oberfläche evtl. aus, und du bist traurig.
Bohr zuerst mit einem kleinen Bohrer vor.

Weite auf 11,5 mm auf.

Bolzenlöcher für den Saitenhalter gebohrt.

Wichtig: den Masse-Draht für den Steg einbauen.
„Steg-Masse“ (Bridge Ground) ist ein Draht, der die Saiten an Masse bindet.
Ohne ihn brummt der Verstärker dauerhaft.
Kennst du das, wie das Brummen leiser wird, wenn du bei einer E-Gitarre die Saiten berührst? Das ist der Steg-Masse-Pfad bei der Arbeit — dein Körper und die Gitarre teilen sich über die Saiten die Masse, und das Brummen wird abgeleitet.
Es heißt „Steg-Masse“, aber bei einer Les Paul sitzt sie meist am Saitenhalter.
Führ einen Draht vom Bolzenloch des Saitenhalters durch zum hinteren Fach.
Gelbe Linie im Diagramm unten.

Bohr ein schräges Loch vom Bolzenloch durch zum hinteren Fach, um diesen Pfad zu schaffen.

Der Bohrer ist von der Bolzenloch-Seite durchgebrochen, wie gezeigt.

Führ die Masse-Zuleitung durch.
Zieh die Isolierung am Ende ab.

Dann press den Bolzen so ein, dass er Kontakt zum blanken Draht hat.

Klopf den Bolzen mit einem Hammer ein (er ist ziemlich straff) …

Ich habe ein Brett zwischen Hammer und Korpus gelegt, um den Lack zu schützen — ein Stück Restholz tut’s auch.

Beide Saitenhalter-Bolzen drin.

Die beiliegenden Schrauben dazugeben …

und den Saitenhalter aufschieben.

Saitenhalter — eingebaut.

Steg
Weiter zu einem anderen entscheidenden Teil — dem Steg.

Der Steg für diesen Bau.

Um den Steg an die richtige Stelle zu bekommen, habe ich provisorisch die 1. und 6. Saite aufgezogen und gestimmt — und die tatsächlichen Töne die Position festnageln lassen.
Setz dafür provisorisch den Sattel auf.

Setz den Sattel auf und zieh die 1. und 6. Saite auf.

Der Steg liegt nur lose an seinem Platz — die Saiten laufen dann weiter zum Saitenhalter durch.
Design-Mensur: 635 mm für die 1., +4 mm für die 6. = 639 mm. Setz den Steg so, dass diese Werte dort landen, wo sie sollen.
* Stell die Saitenreiter in ihre Mittelstellung.

Von hier aus findest du die Stegposition, bei der sowohl die normale Stimmung als auch die Oktav-(Intonation)-Stimmung auf der 1. und 6. Saite übereinstimmen.
Die Oktavstimmung wird im nächsten Abschnitt („Endeinstellung — Intonation“) ausführlich behandelt, also entschuldige die Reihenfolge, aber blätter für die Vorgehensweise vor.

An der Position, an der die Intonation passt, kommt die Mensur der 1. Saite nah an den Design-Wert von 635 mm.
Die 6. landet etwa 4 mm dahinter, nahe 639 mm.
Um diese Position festzulegen, markiere die Bolzenloch-Positionen des Stegs.

Die Stiftspitze reichte nicht ganz hin, also habe ich mit einem dünnen Bohrer markiert.

Lochpositionen markiert.

Die Stegbolzen messen ungefähr so viel wie die Saitenhalter-Bolzen (11,6 mm).

Bohr zuerst mit einem kleinen Bohrer vor.

Kleb Abklebeband über die Stelle, um Ausreißen zu vermeiden, und bohr dann 11,5 mm — genau wie bei den Saitenhalter-Löchern.

Klopf die Bolzen ein.

Gleicher Lackschutz-Trick — schieb ein Stück Restholz zwischen Hammer und Korpus.

Stegbolzen drin.

Die Höhenverstell-Rändelräder dazugeben …

dann den Steg aufsetzen.

Steg: eingebaut.
Leitfähiger Abschirmlack zur Störungsunterdrückung
Streich leitfähigen Abschirmlack in die Poti- und Tonabnehmerfächer.
Die meisten Serien-Gitarren haben das.
Es dämpft die Art von Brummen, das von Radios, Leuchtstoffröhren usw. eingefangen wird.
Ein Haken — nur Auftragen reicht nicht. Es muss an Masse gebunden werden.

Lackier das hintere Fach, das die Potis und die Verkabelung aufnimmt.
Mehrere Schichten und eine dicke Lage sind am besten.

Lackiert.

Derselbe Lack in den Tonabnehmerfächern.


<Wichtig>
Der Abschirmlack ist drauf, aber an diesem Punkt tut er noch gar nichts.
Du musst ihn unbedingt an Masse binden.
Siehe den Abschnitt „Die Tonabnehmer montieren“ unten.
Ausgangsbuchse
Montier die Buchse, in die das Kabel eingesteckt wird.
Das ist die Platte, die die Buchse hält:

Und hier die Buchse selbst.

Schraub die Buchsenplatte an den Korpus.
Ich habe sie zuerst provisorisch mit Abklebeband gehalten.

Dreh die Schrauben ein.
Bohr zuerst Vorbohrlöcher — geht viel geschmeidiger.

Buchsenplatte montiert.

Jetzt die Buchse — löte einen Signaldraht und einen Masse-Draht an sie.
Im Baumarkt etwas Schaltdraht besorgt.

An die Buchse löten.
Das Werkzeug auf dem Foto ist eine „dritte Hand“ / ein Lötständer.
(Nicht zwingend nötig, aber es macht die Lötarbeit drastisch leichter.)

Drähte an die Buchse gelötet.

Schieb sie von hinten durch das Loch der Buchsenplatte …

dann sicher sie mit der Mutter von vorne.

Buchse — eingebaut.
Die Tonabnehmer montieren
Zeit, die Tonabnehmer zu montieren.
Tonabnehmer sind der Bereich, den du am meisten gegen Störungen abgeschirmt haben willst.
Wir haben vorhin Abschirmlack aufgetragen, aber gerade ist er elektrisch frei schwebend — verbinden wir das Tonabnehmerfach mit Masse.
[Wichtig] Die Abschirmung des Tonabnehmerfachs an Masse binden
Das Auftragen des leitfähigen Lacks umhüllt den unten blauen Bereich praktisch mit einer metallischen „Abschirmung“.
Aber — für sich allein schirmt sie gar nichts ab!
Grund: Die Abschirmung ist nicht mit Masse verbunden.
Der Mechanismus ist — Störungen (sich ändernde elektrische Felder) induzieren Ladung auf der Abschirmung, und diese Ladung fließt zur Masse ab, sodass sie nicht in die Drähte im Inneren gelangt.
Damit das funktioniert, muss die Abschirmung an Masse gebunden sein.
[Egal, warum? Überspring es — nimm das einfach als Regel.]
Zu tun: den unten blauen Bereich mit einem Masse-Draht verbinden.

Der Trick, den ich benutzt habe: eine Metallscheibe an einen Draht löten, dann die Scheibe im Fach festschrauben.
(Das andere Ende des Drahtes bindet an die Masse der Buchse.)

Scheibe an Draht löten.

Schraub sie im Tonabnehmerfach fest.


Sobald das andere Ende dieses Drahtes die Masse der Buchse erreicht, ist die Fachabschirmung ordentlich geerdet und schirmt tatsächlich ab.

Vorbereitung der Tonabnehmer-Montage — fertig.
Die Tonabnehmer montieren
Jetzt die Tonabnehmer tatsächlich montieren.
Die Tonabnehmer, die ich gekauft habe.
„NECK“ kommt in die vordere (Hals-)Position, „BRIDGE“ nach hinten.

Im Datenblatt steht, dass man die rote und die weiße Leitung kurzschließen soll — löte ihre Enden zusammen und wickel sie dann zur Isolierung in Tape.

Der Tonabnehmer wird nicht direkt an den Korpus geschraubt — er hängt am „Tonabnehmerrahmen“ (dem umgebenden Ring/Rahmen).
Wähl einen Rahmen, der zu deiner Tonabnehmergröße passt.
Wie gezeigt, führst du die beiliegenden Rahmenschrauben durch Federn und dann durch die Schraublöcher zu beiden Seiten des Tonabnehmers.
Dadurch hängt der Tonabnehmer am Rahmen.

Dann montier den Rahmen (mit dem daran hängenden Tonabnehmer) auf die Korpusvorderseite.
Lass den Tonabnehmer ins Fach absinken …

Schraub den Rahmen fest.

Gleiche Routine für den hinteren Tonabnehmer.

Tonabnehmer: eingebaut.
Die beiden Schrauben an jedem Rahmen stellen die Tonabnehmerhöhe ein — feinjustier später, wenn alles zusammen ist.
Regler, Schalter und Verkabelung
Ich habe mich für ein Bedienlayout im Les-Paul-Stil entschieden.
Bei der Verkabelung habe ich mich an Online-Referenzen gehalten.
Der Schaltplan unten ist ein Les-Paul-Verdrahtungsplan von Guitarworks (ein japanischer Gitarrenteile-Laden).
Danach verdrahten wir.

Für die Volume-/Tone-Potis werden die unten rot eingekreisten Punkte an die Rückseite des Poti-Gehäuses gelötet. (Die Poti-Rückseite wird dann an das Masse-Netz gebunden.)
* Lötzinn haftet nicht leicht am Poti-Gehäuse, also ist es völlig okay, die Poti-Rückseiten-Verbindung zu überspringen und stattdessen die Lötösen mit einem Stück Draht zu überbrücken. (Ehrlich oft einfacher.)

Die Poti-Rückseite hat viel Masse und zieht dem Lötkolben die Wärme weg, also gib etwas Flussmittel dazu — dann fließt das Lötzinn viel besser.
So zusammengelötet:

Für die Montage ist die kleine Verdrehsicherungs-Nase auf dem nächsten Foto im Weg — brich sie mit der Zange ab.

Zeit, die Potis einzusetzen — aber der Buchsenkragen ist breiter als das Loch, das ich gebohrt hatte, also habe ich das Loch an der Oberfläche aufgeweitet (nur an der Oberfläche, muss nicht durchgehen).

Poti passt.

Scheibe + Mutter auf der Vorderseite dazugeben und anziehen.

Gleicher Einbau für das Volume- und das Tone-Poti.

Der Pickup-Wahlschalter kommt genauso rein.

Mit montierten Potis ist es Zeit, alles zu verdrahten.
Löte gemäß dem Verdrahtungsplan von vorhin.

Zu den beiden oben rot eingekreisten Kondensatoren — die Les-Paul-Mod-Kultur sagt, man solle sie gegen „Orange Drop“-Folienkondensatoren tauschen …
aber die sind teuer.
Die Spannungsfestigkeit beträgt 600 V — völlig überdimensioniert für die winzigen Signalpegel in einer E-Gitarre.
Ich habe stattdessen billige normale Folienkondensatoren genommen.
So zusammengelötet.

Von vorne sieht es so aus.

Drück die Volume- und Tone-Knöpfe auf die Achsen.

Einfach draufdrücken.

Puh — Elektronik: fertig.
Den Sattel montieren und die Kerben formen
Montier den Sattel.
Mit Sekundenkleber eingeklebt.

Drück ihn fest gegen die Griffbrettseite und kleb ihn fest.

Der Sattel ist eingeklebt, aber die Saitenkerben kommen ab Werk zu flach — weite sie mit einer Sattelfeile auf.

Eine Sattelfeile ist ein gitarrenspezifisches Werkzeug — gibt’s in Breiten passend zur Stärke jeder Saite.
* Die Kerbe sollte schräg verlaufen, sodass sie auf der Griffbrettseite höher und auf der Kopfplattenseite tiefer ist.
Feil in einem leichten Gefälle, wie auf dem Foto.

Feilen läuft.

Wie tief sollten die Kerben sein?
Ich habe online eine Faustregel gesehen — „greif den 3. Bund, und zwischen Saite und 1. Bund sollten etwa 0,2 mm Luft sein“.
Schneidest du zu tief, bekommst du Schnarren, und die Rettung heißt neuer Sattel, also geh erst lieber zu flach und feinjustier die Bespielbarkeit, nachdem der Bau fertig ist.

Sattel: eingebaut.
Gurtpins und Rückdeckel
Die großen Teile sind erledigt — aber widersteh dem Drang zu hetzen und mach die Gurtpins und den Rückdeckel fertig.
Die Gurtpins montieren
Die Pins, die den Gurt halten.
Wer alles Frühere in diesem Artikel überstanden hat, kommt hier nicht mal ins Schwitzen.

Achtung: Dreh die beiliegende Schraube nicht direkt rein, sonst kann das Holz splittern. Bohr ein Vorbohrloch.
Bohr mit einem 3-mm-Bohrer vor.

Auf der Vorderseite dasselbe.

Dreh die Gurtpins ein.


Gurtpins: montiert.
Rückdeckel
Das hintere Fach (mit allen Potis darin) ist weit offen — bringen wir einen Deckel an.
Ich habe ein Stück 0,5 mm Aluminiumblech aus dem Baumarkt zugeschnitten.
(Kunststoff / Acryl wäre vielleicht sogar leichter zu bearbeiten.)

Schneide die Deckelform aus dem Bauplan aus und übertrag sie mit einem Marker aufs Aluminium.

Mit einer Blechschere schneiden.

Dünnes Aluminium schneidet sich leicht.
Wenn du keine Schere hast, nimm Holz oder Acryl statt Aluminium.

Probehalber aufs hintere Fach legen.

Ich will den Deckel abnehmen und wieder anbringen können, also habe ich Gewindeeinsätze (M4) in den Korpus getrieben.
4-mm-Gewindeeinsätze im Baumarkt gekauft.

Laut Anleitung 6-mm-Vorbohrlöcher bohren.

Drei Vorbohrlöcher (Positionen gezeigt).

Klopf die Einsätze in die Löcher.
Sie gerade mit dem Hammer zu treffen, hat mir Sorgen gemacht — ich wollte den Lack nicht beschädigen.

Also habe ich eine Schraube oben aufgesetzt und durch die hindurchgeklopft.

Einsätze versenkt.

Bohr im Deckel passende Löcher für die Schrauben.
Erst körnen, dann bohren (mit einem Metallbohrer).

Entgrate die Schnittkanten des Aluminiums mit einer Feile.

Setz ihn auf die Rückseite des Korpus,

und schraub ihn fest.

Gut gemacht!
Der lange Weg des Baus ist im Grunde vorbei — es bleiben nur noch Setup und Einstellung.
Finish (3) — Setup & Einstellung, und endlich — fertig!
Jeder Schritt des Baus und der Teilemontage ist jetzt abgeschlossen.
Fast geschafft.
Setup
Stell die Gitarre so ein, dass sie sich gut spielt.
Hier ein grober erster Durchgang, dann feinjustier, während du tatsächlich spielst.
Saitenlage (Action)
Zu hoch — schwer zu spielen. Zu tief — du bekommst Schnarren.
Steghöhe
Dreh an den Rändelrädern unter dem Steg, um ihn anzuheben / abzusenken.
Lass die Saiten vor dem Drehen leicht locker.

Die Sattelkerbentiefe endgültig einstellen
Mach jetzt den letzten Durchgang an der Sattelkerbentiefe aus dem vorigen Abschnitt.

Halsstab
Der stellt die Halskrümmung ein.
Übliche Faustregel: Halt gleichzeitig den 1. und den letzten Bund gedrückt, und der Abstand zwischen Saite und Bund etwa in der Mitte (~12. Bund) sollte ungefähr so dick wie eine Postkarte sein.
Dreh an der auf dem Foto eingekreisten Stelle mit einem Inbusschlüssel, um die Krümmung einzustellen.

Intonation
Mach die Intonation jetzt neu, wo alles an seinem Platz ist.
Was ist Intonation?
Durch die Geometrie der Gitarre gilt: „Du kannst die Leersaiten perfekt stimmen und trotzdem gehen die gegriffenen Töne zu hoch oder zu tief.“
Das auszugleichen, indem du den Saitenreiter vor / zurück bewegst, um die Saitenlänge feinzujustieren, ist die Intonationsstimmung.
Vorgehen: entweder
1. Stimm so, dass der gegriffene Ton am 12. Bund genau eine Oktave über der Leersaite liegt,
oder
2. Bring den gegriffenen Ton am 12. Bund mit dem Flageolett am 12. Bund in Übereinstimmung.
So legst du die Saitenlänge fest.
Persönlich mache ich mir das mit dem Flageolett nicht — ich nehme einfach ein Stimmgerät und Methode 1 (Leersaite vs. 12. Bund vergleichen).

Wie man die Intonation macht
Schritt 1: Stimm die Leersaiten.
Stimm jede Leersaite wie gewohnt genau.
Schritt 2: Prüf den gegriffenen Ton am 12. Bund.
Drück den 12. Bund normal, zupf an und lies das Stimmgerät ab.
(Du kannst auch gegen das Flageolett am 12. Bund vergleichen.)
Schritt 3: Beweg den Saitenreiter.
Nutz die Anzeige des Stimmgeräts, um zu entscheiden, in welche Richtung:
| Ton am 12. Bund | Einstellung |
| Zu tief (flat) | Saitenreiter Richtung Hals bewegen (Saite verkürzen) |
| Zu hoch (sharp) | Saitenreiter vom Hals weg bewegen (Saite verlängern) |
Tonabnehmerhöhe
Stell die Tonabnehmerhöhe mit den auf dem Foto gezeigten Schrauben ein.
(Bonus beim Selberbauen — du verstehst tatsächlich, wie der Mechanismus funktioniert.)
Bei der Tonabnehmerhöhe spiel einfach und justier nach Gehör.

Fertig!
Fertig — endlich!!
Eine einzigartige Originalgitarre — geboren.
Die Optik ist größtenteils an der Les Paul angelehnt.
Die Korpusdicke ist bei etwa 45 mm gelandet — eine Dicke, die ich persönlich angenehm zu spielen finde.
Gewogen habe ich sie aber — 4,3 kg, schwerer als erwartet.
Die Bespielbarkeit ist solide — ehrlich, ich finde, sie kann es mit einer Fabrikgitarre aufnehmen.
Die Lackierung ist genau so geworden, wie ich gehofft hatte.
Vielleicht als Nächstes ein Stratocaster-Typ?

Ist deine Gitarre gut geworden?
Es ist eine echte Reise — aber das Gefühl, wenn sie endlich fertig ist, ist mit nichts zu vergleichen.
Ich hoffe, diese Seite hat dir auf deinem eigenen DIY-Gitarren-Abenteuer geholfen.
Es gibt auf dieser Seite noch jede Menge raue Ecken, also halte ich sie laufend auf dem neuesten Stand.
Man sieht sich!

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